Titelbild
Dieses Titelbild ist von meiner Schwägerin - vielen Dank dafür!
Freitag, 25. Januar 2019
Die kleine Feldmaus feiert Geburtstag
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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
Vielen Dank, Markus, dass ich Deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Markus' Geschichte!
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Es war Mitte Juli. Genauer gesagt: es war der 18. Juli.
Heute war für die Feldmaus ein ganz besonderer Tag. Sie hatte nämlich Geburtstag. Sie war gestern Abend schon so aufgeregt, dass sie kaum schlafen konnte.
Am Abend zuvor kam sie mehrmals aus ihrem kuscheligen Bett gekrochen und hat dabei ihre Mama erschreckt. "Meine kleine Feldmaus," sagte ihre Mutti, "ich weiß ja, dass du morgen Geburtstag hast. Aber wenn du jetzt nicht ins Bett gehst, dann bist du morgen nicht ausgeschlafen und dann kann deine Überraschung auch nicht stattfinden." Oh je, da hatte ihre Mama aber etwas gesagt. Es kribbelte der kleinen Feldmaus am ganzen Körper - vor Aufregung! Aber sie war ja lieb, und deshalb ging sie auch wieder ins Bettchen. Da sie aber immer noch nicht schlafen konnte, nahm sie sich ein Buch und las noch ein wenig. Irgendwann schlief sie dann ein und träumte etwas ganz besonderes.
Der neue Tag war da. Noch bevor die kleine Feldmaus die Augen richtig aufgemacht hatte, war schon der Geburtstagsgesang der Freunde zu hören. Sie sangen gemeinsam 'Happy Birthday'. Die kleine Feldmaus war so froh darüber, dass ihre Freunde schon da waren, dass sie sich ganz schnell im Bad beeilte. Währenddessen hatten die Freunde gemeinsam mit der Mama den Tisch gedeckt. Kerzen, Blumen, Croissant, süsser Aufstrich und natürlich auch Käse. Leckerer Kakao wurde gemacht. Es war so ein herrliches Frühstück, dass die kleine Feldmaus sich wünschte, sie könne die Zeit anhalten. Nach dem Frühstück war nicht die kleine Feldmaus gespannt, sondern ihre Mutti. "Komm mal bitte mit, mein kleiner Schatz", sagte sie und musste fast weinen. Die kleine Feldmaus sah ein großes Geschenk.
"Ist es das, was ich denke?" fragte sie und war selber fast am weinen."Wer weiß, wer weiß" meinte ihre Mutti. Die kleine Feldmaus konnte sich nicht mehr halten und riß die Verpackung auf. Zum Vorschein kam ein blaues, ferngesteuertes Auto. "Wie cool ist das denn?", freute sie sich. "Das ist genau das Auto, was ich mir immer gewünscht hatte." Genau das dachte sich ihre Mutti auch und war ganz stolz. "Ich habe noch etwas für dich mein Kind." "Was meinst du?" fragte die kleine Feldmaus. Die Mama ging zum Wohnzimmerschrank und holte noch einen geschmückten Briefumschlag hervor. "Hier mein Geburtstagskind, mach den mal bitte auf." sagte ihre Mutti.
Die kleine Feldmaus machte den Umschlag auf und hervor kamen 4 Gutscheine für einen Kinobesuch. "Sind die auch für mich?" fragte sie ganz erfreut. "Ja mein Kind. Die sind für dich und deine Freunde. Ich habe mir gedacht, dass die Kinogutscheine echt was Tolles sind." sagte ihre Mutti. Die Freunde gaben der kleinen Feldmaus ihre Geschenke. Darunter war ein Gutschein für die Eisdiele am Marktplatz. Das war das Geschenk vom kleinen Frosch. Das kleine Schweinchen gab der Feldmaus eine Sammlung von den Rennflitzern, die sie sich zusammen mal angeschaut hatten. Der Frosch war da ganz anders. Er gab ihr einfach einen Brief. In dem Brief stand geschrieben:
Liebe Feldmaus,
ich habe keine Geschenke für dich. Nur diesen Brief.
Ich möchte mich einfach nur bedanken. Für all das, was du immer gemacht hast. Deine Ideen und deine Einfälle sind einfach unbeschreiblich cool. Ich habe einfach die beste Freundin der Welt. Du bist meine Freundin und ich bin dein Freund. Das ist mein Geschenk für dich. Ich will immer dein Freund sein und auch für Igel und Schweinchen. Ich bin so dankbar dafür. Aber ich denke, ein Brief ist genauso viel Wert.
In wahrer Freundschaft,
Dein kleiner Frosch
"Das ist total lieb von dir mein kleiner Frosch." sagte die Feldmaus und musste schon weinen. Aber natürlich vor Freude. "Mama" sagte die Feldmaus "ich muss mal an den Computer." Sie durfte. Sie ging an den Rechner und schaute im Internet nach, welche Filme gerade liefen. Es lief sogar genau der Film, in den die Freunde zusammen rein gehen wollten. Die Filmvorstellung war aber erst am Abend. Doch das machte nichts. Die Mama der kleinen Feldmaus hat mit den Freunden zusammen den Garten schön geschmückt und dort sollten sie nun feiern gehen. Die Musik wurde aufgedreht. Es liefen die Summerfreshis. Alle tanzten und waren happy.
Ab 15 uhr sollte es dann Kuchen geben. Das Schweinchen war hin und weg von der Torte und dem Kuchen. Die Mama hatte eine Torte mit Erdbeergeschmack bestellt. Was die Kinder aber nichts wussten war, auf der Torte war ein Bild von den Freunden aus Zuckerguss. Und es gab den leckersten Käsekuchen in ganz Feldhausen. Das war der beste Nachmittag, den die Feldmaus je erlebt hatte. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet.
Am Abend war es dann endlich soweit. Die Freunde sind mit dem Bus nach Waldhausen gefahren, um dort ins Kino zu gehen. Und ja, es war auch genau der Film im Programm, den die Feldmaus am Morgen im Internet gefunden hatte. Sie kaufte für alle Popcorn und Cola. Dann gingen sie zusammen in den Saal. Der Film sollte bald starten.
Einige Zeit später war die Feldmaus wieder zuhause. "Mama, der Film war echt toll. Und erst der ganze Tag war einfach der beste, den ich je erlebt habe. Ich danke dir und ich bin echt verdammt stolz, eine solche Mama wie dich zu haben. Ich hab dich nicht nur lieb, sondern ich liebe dich als meine Mutter." sagte die kleine Feldmaus und grinste bis über beide Ohren. "Danke mein Schatz. Ich hatte auch sehr viel Spaß, dir deinen Geburtstag schön zu machen. Es war wirklich ein toller Tag." sagte ihre Mutti.
Zum Abendessen gab es natürlich wieder selbstgemachte Leberknödelsuppe.
Sonntag, 20. Januar 2019
Die kleine Feldmaus im Spaßbad - Teil III - Der Wildwasserkanal
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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat: Daniel Fabis.
Vielen Dank, Daniel, dass ich deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war noch immer ein herrlicher heißer Sommertag. Die Feldmaus und ihre Freunde sind auf den Weg zum Restaurant.
„Nun kommt schon ihr drei!“ drängelte das Schweinchen bereits, das sich vor lauter Hunger bereits den Bauch hielt, um das laute Magenknurren zu verdecken.
„Hast du denn schon wieder Hunger?“ fragte die Feldmaus. „Hast du nicht bereits auf den Weg hierher meine Pausenbrote verdrückt?“
„Ja schon, aber die waren ja auch sehr klein. Deine Mama hat ja sogar den Rand vom Brot abgeschnitten. Da war ja gar nicht mehr viel dran an deinen Leberwurstbroten.“
Der Frosch mischte sich in das Gespräch ein und verkündete, dass es nicht erlaubt sei mit Badesachen das Restaurant zu betreten. „Schaut hier! Auf dem Schild dort steht es. Keine nassen Badesachen!“
„Och nee. Ich warte jetzt doch nicht, bis meine Badehose trocken ist und extra umziehen will ich mich jetzt auch nicht!“ nörgelte das Schweinchen.
„Naja, wir könnten ja auch direkt weiter baden und das Essen anschließend nachholen oder eben ausfallen lassen!“ schlug der Igel vor.
Das Schweinchen blickte entsetzt. „Hast du ne Macke? Ich muss jetzt essen!“ Und schon eilte das Schweinchen durch die Tür zum Restaurant, als der altbekannte, schrille und laute Pfiff des Bademeisters ertönte.
Die Freunde blieben sofort stehen und waren bereits für die nächste Standpauke bereit. Nur das Schweinchen hatte scheinbar das Verlangen nach Essen über die Badeordnung des Spaßbades gestellt und ignorierte den Pfiff. Das Schweinchen hatte einfach zu großen Hunger und hatte keine Zeit sich nun vom Bademeister belehren zu lassen. Doch nur zu dumm, dass der Bademeister selbst gerade aus dem Restaurant kam und das Schweinchen ihm direkt in die Arme lief.
„Aha! Wen haben wir denn da?“ fragte der Bademeister. „Wenn das nicht meine Problemmacher hier im Spaßbad sind.“
Mehr als ein „OH Mist“ brachte das Schweinchen nicht heraus.
„Könnt ihr denn wenigstens lesen? Denn Zuhören scheint ja nicht gerade eure Stärke zu sein! Dort neben der Tür“, der Bademeister zeigte auf ein Schild mit der Badeordnung und einem Bild, „steht alles geschrieben. Aber weil ich ein netter Bademeister bin, erkläre ich es euch noch ein aller letztes Mal.“
Und so kamen die Freunde mit der wirklich aller letzten Ermahnung davon.
„Dann lasst uns gleich in den Wildwasserkanal!“ sagte die Feldmaus. Ein Kopfnicken vom Igel und ein Kopfnicken vom Frosch gab es zur Antwort. Nur das Schweinchen konnte sich mit dem Gedanken, das Essen ausfallen lassen zu müssen, nicht ganz so schnell anfreunden.
Am Wildwasserkanal angekommen, staunten die 4 Freunde nicht schlecht. Der Wildwasserkanal war wahrhaftig wild.
„Wow! Ist das cool. Schaut mal wie lang der Kanal ist!“ freute sich der Frosch.
„Lang ist ja jetzt nicht soooo das Problem!“ sagte der Igel.
„Na gut, das Wasser ist auch ziemlich schnell.“ Fügte der Frosch hinzu.
„Nein das ist es auch nicht, es ist einfach nur verdammt steil man!“ brüllte der Igel. „Das ist ja Wahnsinn, da einfach so hinein zu springen. Da bekomme ich ja lauter blaue Flecken, weil ich da überall gegen die Wände stoße.“
„Du brichst dir eher deine Stacheln!“ scherzte die Feldmaus, „Aber keine Sorge mein Freund, wir sitzen in diesen Ringen dort!“ Die Feldmaus zeigte auf einen Stapel voller Ringe, die so groß waren, so dass man bequem in den einzelnen Ringen sitzen konnte.
„In dem Ring passiert dir nix, es sei denn du machst ihn mit deinen Stacheln kaputt!“ scherzte nun auch der Frosch.
Die Freunde gingen hinüber zum Ringstapel und schnappten sich jeder einen der farbigen Ringe.
„Wollen wir hier auch ein Wettrennen machen?“ fragte die Feldmaus.
Aber die Freunde waren sich diesmal schnell einig, dass es besser sei, den Wildwasserkanal erst einmal ausprobieren zu wollen, bevor sie gleich einen Wettkampf daraus machten, um heraus zu finden, wer am schnellsten unten ankommt.
Und so jagten die Freunde ein ums andere Mal den Wildwasserkanal herunter, bekamen einen Drehwurm, wenn sie sich in dem Strudel verfingen und hatten mega viel Spaß beim wilden Ritt durch den Kanal.
Als die Freunde beschlossen hatten, den Tag im Spaßbad mit einer letzten Tour ausklingen lassen zu wollen, geschah es!!!
Es war zunächst nur ein leisen Zischen, dass die Freunde und insbesondere der Igel gar nicht mitbekamen. Und als sie es merkten, war es bereits zu spät.
„Ähm Igel!?“ sagte die Feldmaus.
„Ähm Feldmaus!?“ sagte der Igel
„Nun äff mich nicht nach. Kann es sein, dass dein Ring Luft verliert?“
„Warum sollte mein Ring Luft verlieren, meine Stacheln sind… oh NEIN! Oh Nein! Oh Nein!“ rief der Igel panisch.
„Ist doch kein Problem, dann komm wieder von der Startrampe runter und hole dir ein neuen Ring!“ sagte die Feldmaus.
Der Frosch und das Schweinchen hatten jedoch nichts mitbekommen und so drängelten sie von hinten und schoben die Feldmaus und den Igel bereits in die wilden Fluten des Kanals. „Viel Spaß euch zwei!“ sagte der Frosch und winkte dem Igel und der Feldmaus hinterher.
„Mein Luft verliert Ring! Mein Luft verliert Ring!“ rief der Igel nur noch. Der Frosch und das Schweinchen schauten sich nur an wie zwei Autos und verstanden nur Bahnhof.
„Hat der gerade…?“
„Jupp, hat er!“ bestätigte der Frosch den unvollendeten Satz vom Schweinchen. „Sein Luft verliert Ring brüllt er!“
„Meinst du, er meinte vielleicht…!“
Und jetzt dämmerte es den beiden.
Das Schweinchen wusste sofort was zu tun ist. Es rannte und rannte und rannte und da war es endlich!
Der laute, schrille Pfiff des Bademeisters!
„Jetzt reicht es mir aber mit dir….!“ Setzte der Bademeister an. Doch das Schweinchen ließ ihn gar nicht erst ausreden und erzählte ihm vom kaputten Ring des Igels im Wildwasserkanal.
Der Bademeister setzte sich sofort in Bewegung und mit geübten Handgriffen stellte er den Strudel und den Wasserlauf im Kanal ab, warf einen neuen Ring hinein, kletterte selbst ins Wasser und setzte den Igel in den neuen Ring, so dass dieser behutsam das Auffangbecken erreichen konnte.
„Schweinchen!“ setzte der Bademeister an „da hast du gut reagiert und dein Freund kann stolz sein, so einen Kumpel wie dich zu haben. Und überhaupt seid ihr vier schon eine außergewöhnliche Bande. Ich hoffe ihr hattet einen schönen Tag im Spaßbad.“
„Jaaaaa!“ bestätigten die Freunde gemeinsam.
Und so verabschieden sie sich vom Bademeister, gingen sich umziehen und machten sich auf den Weg nach Hause.
„Das war ein geiler Tag, Feldmaus!“ sagte der Frosch. Und auch der Igel fand die Idee vom Spaßbad super. „Das müssen wir unbedingt wiederholen Freunde!“
Nur das Schweinchen schien unzufrieden!
„Und du Schweinchen? Hat es dir denn nicht gefallen?“ fragte die Feldmaus.
„Doch, aber ich hab HUNGER!“ antwortete das Schweinchen und ließ die Freunde den restlichen Heimweg über Lachen.
Donnerstag, 17. Januar 2019
Die kleine Feldmaus im Spaßbad - Teil II - Das Wellenbecken
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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat: Daniel Fabis.
Vielen Dank, Daniel, dass ich deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein traumhafter heißer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde sind noch immer im Spaßbad unterwegs.
„Juhu!!!!!“ jubelte das Schweinchen als Erstes und rannte bereits in Richtung Wellenbecken, noch bevor die Feldmaus, der Frosch und der Igel das Schweinchen ausbremsen konnten ertönte bereits der schrille und viel zu laute Ton der Trillerpfeife vom Bademeister.
ERWISCHT, dachten sich die Freunde und erst recht das Schweinchen, das hochrot anlief im Gesicht und wusste was jetzt kommen würde.
„Hab ich es euch denn nicht vorhin erklärt? Hmmm…“ fragte der Bademeister nun das Schweinchen, dass sich klein zu machen versuchte. Wohl in der Hoffnung der Bademeister könne es dann nicht mehr sehen. Doch das war totaler Quatsch. Der Bademeister fragte nun noch einmal und dringender „Hey Du! Du brauchst dich nicht kleiner machen als du eh schon bist. Ich rede mit dir! Hast du vergessen, dass ich euch vorhin ermahnte, was das Rennen im Schwimmbad anbetrifft?“
„Spaßbad!“ korrigierte ihn der Igel.
„Was?“ brüllte nun der Bademeister, der das Ganze scheinbar überhaupt nicht lustig zu finden schien.
„Naja, sie sagten Schwimmbad. Aber das hier ist ein Spaßbad!“ antwortete der Igel nun. Noch bevor die Situation zu entgleiten drohte, sprang wieder einmal die Feldmaus zur Hilfe und setzte ihre Rehaugen auf und versicherte mit diesem unwiderstehlichen Blick, dass es den Freunden Leid täte und das Schweinchen nur so aufgeregt war, wegen den Wellenbecken. Der Bademeister ließ es bei einer weiteren Ermahnung bleiben und zeigte in Richtung Wellenbecken. „In 2 Minuten geht das Wellenbad los. Habt Spaß ihr 4 im SPAßBAD!“ sagte er und schaute den Igel dabei böse an.
„Oh man Leute, den sollten wir heute besser nicht mehr verärgern!“, sagte der Frosch. „Ein Glück haben wir unsere Feldmaus dabei. Diesem Blick kann man auch gar nichts abschlagen.“
Langsam gehend bahnten die Freunde sich ihren Weg durch das Spaßbad und trafen pünktlich zum Start der ersten Wellen am Wellenbecken ein. Sofort sprangen sie ins Wasser und ließen sich von den immer höher und höher auftürmenden Wellen von den Beinen holen. Ein ums andere Mal landeten die Freunde kopfüber im Wasser.
„Hey, ich habe eine Idee!“, rief die Feldmaus. „Wir spielen „Wellenbrecher“!
„Und was soll das sein?“ fragte der Frosch.
„Na ganz einfach. Jeder von uns muss versuchen so viele Wellen wie möglich zu überspringen, zu überlaufen, oder eben zu durchbrechen. Wer die meisten Wellen geschafft hat, ohne umgeworfen zu werden, hat gewonnen. Verstanden Jungs?“
Die Freunde nickten und schon knobelten sie aus, wer als erstes an der Reihe wäre. Das Spiel 'Schere, Stein, Papier' sollte entscheiden, wer anfangen sollte. Nachdem die Reihenfolge feststand, das Schweinchen müsse anfangen, ging es los.
Das Schweinchen rannte ins Wasser, überlief das erste Wellchen, so klein war diese, und scheiterte bereits an der zweiten Welle und wurde von den Beinen geholt. „Das war nicht die Welle, die mich umwarf!“ verkündete das Schweinchen. „Ich bin ausgerutscht!“
„Na klar bist du ausgerutscht! Die Welle bringt dich dazu, dass du mit deinen Beinen wegrutschst!“ sagten die Freunde und halfen dabei dem Schweinchen wieder auf. „Schau mal zu, wie man das richtig macht, du Stolpergazelle!“ sagte der Frosch und schickte sich an, die Wellen zu meistern.
Die erste Welle – kein Problem.
Die zweite Welle – ein kleines Problem.
Die dritte Welle – ein großes Problem!
Stolpernd kam der Frosch nach der dritten Welle gerade noch rechtzeitig auf die Beine und sah nur noch wie eine riesen Wand aus Wasser sich vor ihm auftürmte und... PATSCH! ...den Frosch von den Beinen holte.
„Wow! Das war spitze Frosch! Voll ins Gesicht!“ sagte der Igel belustigt. „Schau lieber du zu, wie man das richtig macht!“
Der Igel setzte zum Start an, meisterte die erste Welle locker, die zweite Welle leicht, die dritte Welle ohne Probleme, die vierte Welle locker leicht, doch die fünfte Welle spülte ihn wieder zum Start zurück. Hier blickten die Feldmaus, das Schweinchen und der Frosch von oben auf den Igel herab und lachten über die wahnsinnig lustige Wellenritt-Einlage. „Nicht schlecht mein stachliger kleiner Surf-Junge!“ sagte die Feldmaus nun, „aber passt mal alle genau auf, wie man Wellen wahrhaftig meistert.“
Die Feldmaus nahm elegant die erste Welle, sprang über die zweite und dritte herüber. Bei der vierten war es schon etwas enger, aber auch diese schaffte die Feldmaus. Bei den folgenden entschied sich die Feldmaus, diese Wellen nicht mehr zu überspringen oder rüberzulaufen, denn sie waren bereits viel zu hoch. Also machte die Feldmaus sich so klein wie möglich damit die Wellen sie nicht umhauen konnten. Und so schaffte die Feldmaus noch 4 weitere Wellen, bis die neunte Welle sie endgültig von den Beinen riss. Den Daumen aus dem Wasser in die Höhe gestreckt tauchte die Feldmaus wieder auf. „Ich bin der Wellenbrecher!“ brüllte sie dabei und ihre Freunde wollten für´s nächste Mal eine Revanche.
„Sehr gerne meine Freunde, aber ich glaube wir sollten erstmal kurz Pause machen, was essen gehen und dann den Wildwasserkanal erobern.“
Dienstag, 15. Januar 2019
Die kleine Feldmaus im Spaßbad - Teil I - Der Rutschwettkampf
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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat: Daniel Fabis.
Vielen Dank, Daniel, dass ich deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein traumhafter heißer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Teich, spielten Fangen, Verstecken, spielten Fußball und rannten um die Wette.
Doch es war heute viel zu warm, um noch länger auf dem Feld zu bleiben. „Lasst uns heute doch mal am Teich spielen!“, schlug der Igel vor. „Tommy, der Biber ist sicher auch bereits da!“
„Och nöööö!“ nörgelte das Schweinchen. „Wasser und diese Hitze ist ja eine gute Idee mein spitzer Krabbel-Freund, aber da rennen heute sicher alle hin.“
„Das Schweinchen hat Recht!“ stimmte der Frosch ein. „Das ist dort viel zu voll. Da hab ich ja mehr Platz, wenn ich mit meinem Papa zusammen in die Badewanne gehe!“
Die drei Freunde schauten nun alle interessiert zur Feldmaus, die sich bislang noch nicht dazu geäußert hatte. „Hey du Prinzessin! Was sagst du denn dazu? Worauf hat denn unsere Hoheit heute Lust?“ scherzte der Frosch und machte dabei eine Verbeugung.
Die Feldmaus grinste verlegen, schüttelte jedoch schnell wieder den Kopf. „Doch!!! Ich hab´s….!“
„Ja…, was Feldmaus? Was hast du?“ fragte das Schweinchen.
„Ich hab´s vergessen!“
„Vergessen?“ echote es durch die Münder der 3 Freunde. „Was hast du vergessen?“
„Ach, wenn ich das nur wüsste, hätte ich es ja nicht vergessen ihr Schlauberger!“ sagte die Feldmaus. „Lasst mich mal kurz nachdenken. Ich hatte eine Idee von Wasser, Spaß, Wellen, Rutschen und dann war sie weg. Einfach weg meine Idee!“
„Naja, viel Spielraum bleibt da ja nicht offen Feldmaus.“ Sagte das Schweinchen und steckte sich dann ein Stück Brötchen in den Mund und fügte hinzu “Mointest du Spooßbod?“
„Nein! Spaßbad! Korrigierte ihn die Feldmaus.
Jubelnd und voller Vorfreunde schwangen die Freunde sich auf ihre Fahrräder, schnallten sich die Rucksäcke auf und radelten in Richtung Feldhausen. Das erst kürzlich neu eröffnete Spaßbad lag direkt in der Innenstadt, neben dem gemütlichen Café in der Fußgängerzone, wo es den leckersten Kakao der Stadt gab. Die Feldmaus musste auch kurz überlegen, ob sie nicht kurz anhalten sollten, um einen Kakao zu trinken. Aber die Freunde drängelten zu sehr in Richtung Spaßbad.
Am Spaßbad angekommen flitzten die 4 schnell in die Umkleidekabinen und zogen ihre Badesachen an. Die Feldmaus war zuerst umgezogen und wartete demonstrativ am Pool auf die anderen und zählte dabei laut „21, 22, 23, 24…“. Dann stolperten der Frosch, der Igel und zuletzt das Schweinchen ins Spaßbad herein. „Man seit ihr lahme Enten!“ sagte die Feldmaus und schlug vor, gleich die Turborutschen auszuprobieren. Bei dieser Idee wartete die Feldmaus eine Antwort der Freunde gar nicht erst ab und rannte bereits in die Richtung.
Plötzlich hörten sie einen lauten Pfiff!
Vor ihnen stand der Bademeister. „Wisst ihr, wer ich bin?, fragte er.
„Die Oberpfeife…?“ nuschelte der Frosch leise vor sich her und die Freunde mussten sich ein Lachen verkneifen.
„Wie war das mein kleiner grüner Freund?“ fragte der Bademeister nun etwas mahnender.
Die Feldmaus entschärfte das Ganze etwas und antwortete: „Sie sind hier der Aufpasser, der Chef, der Lebensretter und der wichtigste Mann hier.“ Und mit einem Hundeblick fügte sie hinzu: “Und ja, Rennen ist hier sicher auch nicht erlaubt. Tut uns Leid!“
Das schien dem Bademeister zu genügen. Er wünschte den Freunden viel Spaß und versicherte ein Auge auf die Freunde zu haben.
Bei den Turborutschen handelte es sich um 4 ultra steile nebeneinander liegende Rutschen. Und jede Rutsche hatte seine eigene Farbe. Blau. Rot. Gelb. Grün.
„Die Grüne nimmst ja dann wohl du!“ sagte der Igel zum Frosch und deutete auf die entsprechende Rutsche ganz außen. „Mir ist es egal, welche Rutsche ich nehme. Nur nicht blau, grün oder rot!“ sagte das Schweinchen. Nachdem die Farbauswahl der Rutschen irgendwann geklärt war, konnte der Badespaß nun endlich beginnen.
Der Rutschwettkampf war eröffnet. Nach den ersten Rutschversuchen, war es nun die Feldmaus, die nicht zu schlagen war. Jedes Mal flog sie als erste ins große Auffangbecken und wartete bis die Freunde endlich unten ankamen. Auch ein Wechseln der Rutschen brachte nichts. Die Feldmaus war auch auf jeder anderen Rutsche am Schnellsten. „Wie machst du das nur?“ wollten die Freunde dann natürlich wissen.
Doch dieses Geheimnis behielt die Feldmaus dann doch für sich.
„Beim nächsten Mal meine Lieben verrate ich es euch!“ grinste die Feldmaus und deutete dabei aufs Wellenbecken.
Samstag, 12. Januar 2019
103 Die kleine Feldmaus gewinnt immer
Es war ein herrlicher,
lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den
ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und
rannten um die Wette.
"Och nöö." maulte das kleine rosa Schweinchen zum x-ten mal. "Nicht schon wieder." Die kleine Feldmaus hatte erneut gewonnen. Es war völlig egal ob Boccia, 'Vier gewinnt' oder Ringewerfen. Die kleine Feldmaus machte das Rennen und hatte als erste das Ziel erreicht oder die meisten Punkte ergattert. Dem kleinen Schweinchen gefiel das gar nicht. Es wollte auch mal gewinnen. Es wäre schon froh, wenn der kleine Igel oder der kleine Frosch mal gewinnen würden. Hauptsache nicht schon wieder die Feldmaus.
Aber es war utopisch. "Ha!" rief die kleine Feldmaus wieder. "248." Es waren die Punkte gemeint, die sie beim Kniffel erspielt hatte. 248! Da kam niemand ran. 196 war die nächste Gesamtpunktzahl vom kleinen Frosch. Es war ein Graus. Wie konnten sie dieser Siegesserie ein Ende bereiten? Das war die Frage der Stunde. Das kleine Schweinchen hatte schon eine vage Idee. Aber es mußte ein wenig daran feilen, darüber schlafen. Also ging es erstaunlich fröhlich nach Hause als die Freunde sich verabschiedeten.
Fast eingeschlafen, fiel dem Schweinchen etwas ein, was ihnen zum Sieg gegen die Feldmaus helfen könnte. Am nächsten Morgen war Samstag und schon vor dem Frühstück bastelte es mit Pappe und Kleber rum. Nach dem Frühstück packte es die gebastelten Spiele zusammen und lief zum Treffpunkt.
"Halli hallo!" rief es fröhlich, als die Freunde sich trafen. Die Freunde schauten erstaunt. "Is was?" fragte das kleine Igel. "Nö nö." flötete das kleine Schweinchen vergnügt. "Ich weiß nicht" wand der kleine Frosch ein. "Irgendwie bist du heute anders." "Ne." bestätigte das Schweinchen nochmal. "Nix is mit mir. Alles klaro!" Doch die Freunde waren nicht überzeugt. "Du heckst etwas aus." sagte die kleine Feldmaus ohne Umschweife.
"Genau!" antwortete das Schweinchen. "Heute bist du fällig." Und es klopfte eine Faust in die andere Hand. Die Feldmaus war irritiert. Was hatte das Schweinchen nur vor. Aber es ahnte nichts. Kurz darauf sah das schon anders aus. Schweinchen hatte die selbstgebastelten Spiele hervorgeholt und auf dem Boden ausgebreitet. Erstmal sah alles ganz normal aus. Aber nachdem 'Vier gewinnt' aufgebaut war, wurden die Feinheiten sichtbar.
"Da spiele ich nicht mit." regte sich die kleine Feldmaus auf. Das hatte sich das Schweinchen gedacht. "Doch, klar spielst du mit." sagte es. "Ob die Steine nun rot und gelb oder blau und rosa sind; das ist doch völlig egal." "Ne, das gehört anders." war sich die Feldmaus sicher. Nach ein paar Spielzügen sah es ziemlich gut für den kleinen Frosch aus. Der konnte es gar nicht glauben, dass er so nah am Gewinn war. Der Feldmaus gelang es nicht, eine Reihe zu bilden.
"Jeah!" rief der kleine Frosch nach einer Weile, als er den entscheidenen Zug gemacht hatte. "Gewonnen!" Die Feldmaus verdrehte die Augen. "Blau und rosa! Ich kann mich gar nicht konzentrieren bei solch komischen Spielsteinfarben." "Da mußt du jetzt durch." antwortete das kleine Schweinchen und der kleine Igel nickte zustimmend. Nach 7 verlorenen Runden gegen die Freunde sagte die Feldmaus: "Ich will jetzt was anderes spielen. Welches Spiel hast du denn noch verhunzt, Schweinchen?"
Das Schweinchen grinste breit und baute 'Dame' auf. 'Och nöö' dachte sich die kleine Feldmaus. "Quadratische Steine in türkis und rot?" wunderte sie sich. "Ja." sagte das Schweinchen knapp und machte seinen ersten Zug. Kurze Zeit später war die Partie gewonnen und das kleine rose Schweinchen reckte seine Ärmchen in die Höhe und machte Moonwalk-ähnliche Gehbewegungen. Igel und Frosch mußten lachen. Die kleine Feldmaus auch, was ihre Stimmung deutlich verbesserte.
Sie verlor noch einige Runden Dame, Mühle und sogar Ringewerfen. Aber das war nicht schlimm. Am meisten Spaß machte es schließlich, wenn sich jeder mal freut.
Was in der nächsten Geschichte passiert
"Schwesterherz!" rief ihre Mutti. Sie rannten aufeinander zu und fielen sich in die Arme.
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Dienstag, 8. Januar 2019
102 Die kleine Feldmaus als Kontrolleur
Es war ein herrlicher,
lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den
ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und
rannten um die Wette.
Die vier Freunde hatten einen aufregenden Tag hinter sich. Mittags auf dem Weg von der Schule nach Hause hatte die Busfahrerin die kleine Feldmaus gefragt, ob sie ihr bei der Fahrkartenkontrolle helfen konnte. Die kleine Feldmaus half der Busfahrerin selbstverständlich sehr gerne. Deswegen hatte sie gleich losgelegt. Sie fing vorne im Bus an, die Fahrkarten zu kontrollieren. "Die Fahrkarten bitte." sagte sie bei jedem Fahrgast. Es waren vor allem andere Schüler, die sie teilweise aus ihrer Schule kannte.
Aber es saßen auch ein paar andere Fahrgäste im Bus, die vom Einkaufen kamen oder von der Arbeit nach Hause fuhren. So kontrollierte die kliene Feldmaus jeden einzelnen. "Hallo, die Fahrkarten bitte." Das war ganz einfach: fragen, Fahrkarte kontrollieren, weitergehen. So ging die Fahrt viel schneller vorbei als sonst auf dem Nachhauseweg.. Dann kam sie zum kleinen grünen Frosch.
"Hallo Frosch, deine Fahrkarte bitte." Der Frosch dachte, das wäre ein Scherz. Aber erstaunt holte er seine Fahrkarte aus der Schultasche und zeigte sie der Feldmaus. "Wieso kontrollierst du unsere Fahrkarten?" fragte er ganz verwundert. "Weil ich heute Kontrolleur bin." antwortete die kleine Feldmaus wie ganz sebstverständlich. "Hallo, die Fahrkarte bitte." Sie war beim kleinen Igel angekommen. "Ne Feldmaus. Meine Fahrkarte zeige ich dir nicht." Die Feldmaus schaute ungläubig. "Wieso nicht?" "Weil du kein richtiger Kontrolleur bist." sagte der Igel.
"Doch bin ich. Frag doch die Busfahrerin." Der Igel stand auf und ging durch den Bus bis ganz nach vorne. Nagut, dachte sich die Feldmaus, soll der Igel doch vorne fragen gehen. ich mache einfach weiter. "Die Fahrkarte bitte." Doch der nächste Fahrgast schaute sie nicht einmal an. "Hallo! Deine Fahrkarte bitte." Jetzt schaute der Gast. Es war das kleine rosa Schweinchen mit Kopfhörern auf den Ohren. "Hä?" machte es und nahm die Kopfhörer ab. "Die Fahrkarte bitte." wiederholte die kleine Feldmaus erneut. "Was?" maulte das Schweinchen. "Meine Fahrkarte? Wieso".
"Schweinchen! Du zeigst jeden Tag deine Fahrkarte dem Kontrolleur. also auch heute." Doch das Schweinchen trotzte. "Nee." maulte es wieder. "Heute nicht." Und es setzte seine Kopfhörer wieder auf. Das ging der Feldmaus jetzt etwas gegen den Strich. Sie tippte dem kleinen Schweinchen auf die Schulter. Und als das Schweinchen die Kopfhörer wieder abgesetzt hatte sagte sie mit ernster Miene: "Die Fahrkarte bitte!"
"Willst du mich ärgern?" nölte das kleine Schweinchen. "Ich zeige dir meine Fahrkarte nicht. Ich habe meine Fahrkarte vergessen." Das war der Feldmaus bis dahin noch nicht passiert und sie wußte nicht, was sie machen sollte. Also ging sie ganz nach vorne zur Busfahrerin. Auf halbem Wege begegnete ihr der kleine Igel. Er zeigte ihr seine Fahrkarte und fragte: "Kann ich dir helfen? Ich will auch Kontrolleur sein." "Nein, das geht nicht." antwortete die kleine Feldmaus.
"Dafür ist eine laaange Ausbildung notwendig. Und die Abschlußprüfung zum Buskontrolleur ist waaahnsinig schwierig." Der Igel war ganz geknickt und ging mit gesenktem Kopf an seinen Platz zurück. Die Feldmaus ging nach vorne und wartete, bis der Bus an der nächsten haltestelle hielt. "Du Frau Busfahrerin," sprach die kleine Feldmaus die Busfahrerin an. "Das Schweinchen will mir seine Fahrkarte nicht zeigen, angeblich vergessen." "Ja, dann mußt du die Personalien vom Schweinchen aufnehmen und es verwarnen, die Fahrkarte nicht noch einmal zu vergessen."
Die kleine Feldmaus ging zurück bis zum Schweinchen und wiederholte die Worte der Busfahrerin. "Was?" echauffierte sich das kleine Schweinchen. "Ich werde verwarnt, weil ich meine Fahrkarte nicht dabei habe?" Doch die Feldmaus ließ nicht locker. "Schweinchen, jetzt stell dich doch nicht so an. Bei jedem anderen Kontrolleur zeigst du deine Fahrkarte. Und wer ohne Fahrkarte fährt wird eben verwarnt. Das steht doch da oben an der Decke." Die Feldmaus zeigte nach oben. "Ja ja." erwiderte das kleine Schweinchen. "Ich weiß, was an der Decke steht und ich habe meine Fahrkarte auch dabei."
Es kramte kurz in seiner Schultasche und zückte dann mit einem breiten Grinsen die Fahrkarte hervor. "Ich wollte dich nur ärgern, Feldmaus. Ich habe meine Fahrkarte noch NIE vergessen. Das weißt du doch, oder?" Das wußte die kleine Feldmaus nur zu gut. Sie hatte ihre Fahrkarte nämlich mal vergessen. Letztes Jahr im Juni kurz vor den Sommerferien. Da war sie mit ihren Gedanken überall, nur nicht beim Packen ihrer Schultasche. Da war die Busfahrkarte auf dem Küchentisch liegen geblieben. Das war so peinlich als der Kontrolleur kam. Sie war froh, das das kleine Schweinchen seine Karte doch dabei hatte. Sie hatte schon Sorge, seine Personalien aufnehmen zu müssen. "Eins zu Null für dich, Schweinchen." sagte sie und setzte sich daneben.
Was in der nächsten Geschichte passiert
"Ha!" rief die kleine Feldmaus wieder. "248."
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Samstag, 5. Januar 2019
101 Die kleine Feldmaus mag keinen Horror
Es war ein herrlicher,
lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den
ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und
rannten um die Wette.
Am gleichen Tag aber spät am Abend hielt sich die kleine Feldmaus die Augen zu. Nein, eigentlich eher die Ohren. Die vier Freunde erzählten sich nämlich gerade Horrorgeschichten. Nachdem sie zuhause bei ihren Familien zu Abend gegessen hatten, haben sie sich zu den "Vollmondgeschichten" wieder getroffen. Das machen sie immer mal wieder, wenn Vollmond war. Eigentlich war schon gestern Vollmond gewesen, aber da durften sie wegen der Schule nicht so lange aufbleiben. Deswegen trafen sie sich erst heute.
Die kleine Feldmaus hatte gehofft, dass die Vollmondgeschichten nicht ganz so gruselig wurden, wenn gar kein Vollmond mehr war. Aber da hatte sie ihre Rechnung ohne die Freunde gemacht. Es ist immer wieder erstaunlich: das kleine rosa Schweinchen hatte ja vor so vielen Dingen Angst. Aber Gruselgeschichten konnte es! Das mußte man ihm lassen. "Das blaue Gespenst schwebte über das Feld." erzählte das Schweinchen gerade. "Seine Ketten rasselten über den Kiesweg, so daß einem das Blut gefror."
"Schweinchen!" ermahnte die kleine Feldmaus mit leicht zitternder Stimme. "Ge-Gespenster sind doch ni-nicht blau, oder?" "Doch, doch!" versicherte das Schweinchen. "MEIN Gespenst ist sowas von blau. Da ist es über dem dunklen Feld noch zu sehen, wenn es dahinschwebt." Schweinchen hatte Recht. Ein Gespenst, dass man sieht, ist noch gruseliger, als ein unsichtbares oder weißes. "A-aber dem kleinen R-Reh passiert doch ni-nix, oder?" wünschte sich die kleine Feldmaus den Fortgang der Gruselgeschichte.
"Doch, doch! Aber natürlich passiert dem gleich was." entgegnete das Schweinchen. Die kleine Feldmaus zog ihren Pulli etwas höher. Sie wußte gar nicht so Recht, wo sie hinschauen oder hinhören sollte. Das arme Rehlein. "Die anderen Gespenster kamen aus ihren Verstecken hervor." fuhr das Schweinchen fort. "Hinter der Tür, unter dem Sofa, aus dem Schrank." Weiter kam es nicht. Der kleine Frosch hielt es nicht mehr aus. "Aufhören, Schweinchen!" rief er.
"Ich will auch nicht, dass dem kleinen Reh etwas passiert." "Genau." bekräftigte auch die Feldmaus noch einmal. "Still!" mischte sich der kleine Igel ein. "Ich will jetzt die Geschichte weiterhören." Unverbesserlich! Dachten sich die kleine Feldmaus und der kleine Frosch. Die Geschichte mußte umgeschrieben werden. Aber sie hatten keine Chance. Das Schweinchen fuhr bereits fort. "Alle Gespenster kamen aus ihren Verstecken hervor und überraschten das kleine Reh."
"Happy Birthday Alfred! riefen sie alle gemeinsam. Das kleine Reh erschrak aber freute sich sogleich über die gelungene Überraschung." Der kleinen Feldmaus und dem Frosch fielen riesige Steine vom Herzen. Dem kleinen Reh ging es gut und sooo schlimm waren die Gespenster gar nicht gewesen. "Puh!" freute sich die Feldmaus. "Das wäre überstanden." "Moooment" entgegnete das kleine Schweinchen. "Dreh dich mal um!"
Der kleinen Feldmaus wurde ein wenig bang. Was hatte das Schweinchen jetzt wieder vor. Sie drehte sich langsam um und erschrak ganz doll. Ein riesiges dunkelblaues Gespenst hing direkt hinter ihnen im Gebüsch und machte windige Geräusche. "Feldmaus." beruhigte das Schweinchen. "Das ist doch nur ein Bettlaken, dass ich über den Strauch gehängt habe. Es gibt doch keine blauen Gespenster!" "Schweinchen!" rief die Feldmaus böse. "Mach nicht solche Sachen." "Tschuldigung" sagte das Schweinchen schnell. "Weiße und unsichbare Gespenster gibt es aber!"
Da zog die kleine Feldmaus schnell wieder ihren Pulli etwas höher, um sich zu verstecken, aber eigentlich mußten die vier Freunde schon wieder lachen. Und das kleine rosa Schweinchen grinste am breitesten.
Was in der nächsten Geschichte passiert
Doch das kleine rosa Schweinchen trotzte. "Nee." maulte es wieder. "Heute nicht."
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