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Dieses Titelbild ist von meiner Schwägerin - vielen Dank dafür!

Mittwoch, 13. August 2014

12 Die kleine Feldmaus feiert eine Party

Es war ein herrlicher, lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und rannten um die Wette.

Als es Abend wurde und die Freunde sich verabschiedeten, lud die kleine Feldmaus sie für den nächsten Tag zu einer Party ein. Wieso, weshalb und warum verriet sie ihnen aber nicht. "Hauptsache, ihr seid alle um Punkt 3 da!" wünschte sich die kleine Feldmaus. Die Freunde waren ganz aufgeregt, daß sie morgen zu einer Party gingen.

Zuhause hatte die kleine Feldmaus noch viel vorzubereiten. Sie mußte den Tisch decken und das Wohnzimmer schmücken. Überraschungen für ihre Gäste verstecken und den Pudding anrühren. Der Pudding mußte über Nacht im Kühlschrank ruhen, damit er schön fest wurde. Außerdem war ihr Zimmer noch ganz durcheinander und mußte aufgeräumt werden, was die kleine Feldmaus schnell erledigte.

Am nächsten Tag trafen sich die Freunde nicht am Feldrand wie sonst immer, sondern alle kamen um Punkt 3 zum Feldmausbau. Der kleine Igel klopfte an die Tür und die Mutti der kleinen Feldmaus machte auf. "Kommt herein. Ihr könnt direkt in das Wohnzimmer durchgehen." sagte Frau Feldmaus. Die Freunde waren immer noch ganz aufgeregt.

Als sie durch die Wohnzimmertür kamen, fingen alle an zu lachen. Die kleine Feldmaus hatte sich verkleidet und sah ganz komisch aus. "Lacht nicht zu früh." rief die kleine Feldmaus. "Ich habe auch Verkleidungen für euch!" Und eh sie sich versahen, waren auch die Freunde verkleidet. Alle waren ganz bunt und hatten lustige Hütchen auf. Sie lachten ganz laut und das kleine rosa Schweinchen bekam vom vielen Lachen schon ein wenig Seitenstechen.

Dann gab es Pudding für alle. Die kleine Feldmaus holte den Pudding aus dem Kühlschrank und stellte ihn in die Mitte vom Tisch. Alle nahmen sich etwas und dann war nicht mehr viel zu hören, außer ein klein wenig Schmatzen. Der Pudding war herrlich süß und schön kühl. Das paßte gut zum warmen Tag. Der Saft war auch schon fast alle und die kleine Feldmaus holte neuen aus der Küche.

Nach dem Pudding stellte die kleine Feldmaus die Musik lauter und die Freunde fingen an zu tanzen. Das kleine rosa Schweinchen schaute lieber zu, aber die anderen konnten sich nicht zügeln. Als sie genug getanzt hatten holte die kleine Feldmaus ihre Freunde zu sich und sagte: "Ich habe für jeden von euch eine kleine Überraschung versteckt. Ihr müßt jetzt suchen."

Die Gäste waren ganz verdattert, fingen aber sofort mit dem Suchen an. Der kleine Frosch hatte seine Überraschung als erstes gefunden. Sie war im Schrank, ganz weit oben hinter einem Buch versteckt gewesen. Während er anfing auszupacken, fanden auch die beiden anderen ihre Überraschungen. Das kleine rosa Schweinchen hatte seine Überraschung hinter dem Sofa gefunden und der kleine Igel mußte erst den Teppich an der rechten Ecke hochheben.

Als alle ihre Überraschungen ausgepackt hatten, fragten sie die kleine Feldmaus, wieso sie einfach so Geschenke bekommen hatten. "Wir haben doch gar nicht Geburtstag." meine das kleine rosa Schweinchen. Und der kleine Igel sagte: "Du selbst hast auch nicht Geburtstag. Und es ist auch kein Feiertag."

Die kleine Feldmaus antwortete nicht sofort, sondern machte es noch ein bißchen spannend. "Ihr seid der Grund. Ihr seid nämlich die besten Freunde, die man sich vorstellen kann!" sagte die kleine Feldmaus und trank noch einen Schluck von dem leckeren Saft. Sie feierten noch eine ganze Weile und lachten immer wieder über die lustigen Kostüme.

Als die Gäste gegangen waren, setzte sich die kleine Feldmaus neben ihre Mutti auf das Sofa und fragte: "Mutti, darf ich noch einmal so eine tolle Party machen?" "Na klar, meine kleine Feldmaus. Aber da warten wir noch bis nach dem großen Feldmausfest." Dann setzen sie sich an den Küchentisch und aßen Leberknödelsuppe.
 

Was in der nächsten Geschichte passiert


"Klasse!" freute sich der kleine Igel, holte das Spiel und fing an, es aufzubauen.


Dienstag, 12. August 2014

11 Die kleine Feldmaus veranstaltet ein Schneckenwettrennen

Es war ein herrlicher, lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und rannten um die Wette.

In der Schule hatte die kleine Feldmaus gehört, daß andere Kinder Schneckenwettrennen machten. Als sie das ihren Freunden erzählte, hielten die sie für verrückt. "Schneckenwettrennen? Was soll denn das sein?" fragte das kleine rosa Schweinchen. "Wie jetzt? Schnecken und rennen, das paßt doch gar nicht zusammen!" wunderte sich der kleine Frosch.

Aber die kleine Feldmaus hatte eine Idee. Am Rande des kleine Baches hinter dem Feldweg waren immer viele Schnecken. Einige hatten Häuser, andere waren nackt. Dort sollten sie sich drei, vier Schnecken aussuchen und mit diesen Schnecken ein Wettrennen veranstalten.

Und so gingen die Freunde zum Bach und suchten sich die schönsten Schnecken. Der kleine Frosch fand eine mit großem, hellem Haus mit Schneckenkringelmuster darauf. Der kleine Igel nahm eine kleine, dunkle Schnecke mit Haus und ziemlich langen Fühlern, welche diese auch sofort einzog.

Die kleine Feldmaus konnte sich nicht entscheiden und nahm gleich zwei mit. Eine Schnecke ohne Haus in knallbraun und eine mit Haus, die ein bißchen rötlich schimmerte. Nur das kleine rosa Schweinchen wollte keine Schnecken anfassen, verdrehte die Augen und fragte die kleine Feldmaus: "Kannst du eine von deinen Schnecken für mich rennen lassen?" "Aber klaro!" antwortete die kleine Feldmaus.

"Aber das Gemüse holst du dir selbst!" bestimmte die kleine Feldmaus. "Was für ein Gemüse?" wunderte sich das kleine rosa Schweinchen. "Ich habe doch schon gegessen!" "Na, leckere Salatblätter, mit denen wir die Schnecken locken. Sonst rennen die ja nicht." Plötzlich wurde den Freunden klar, worum es ging. Jeder mußte seine Schnecke locken. Und die schnellste Schnecke würde gewinnen.

"Mit Salat kenne ich mich aus!" rief das kleine rosa Schweinchen und lief weg. Es kannte wohl eine ganz besondere Stelle, an der spezieller Schneckenwettrennensalat wuchs. Die anderen Freunde sammelten lecker aussehende und gut duftende Blätter, die direkt bei den Schnecken am Bach wuchsen.

Als das kleine rosa Schweinchen wieder zurück war, bauten die Freunde die Rennbahn. Dafür legten sie kleine Zweige parallel nebeneinander, so dass dazwischen vier Bahnen entstanden. Sie setzten die Schnecken an den Anfang der Bahnen und die kleine Feldmaus rief: "Auf die Plätze! Fertig! LOS!"

Naja, zunächst war nicht viel zu sehen. Die Schnecken saßen da und fühlten mit ihren Fühlern in der Gegend herum. Aber als das kleine rosa Schweinchen am Ende der Bahnen -dem Ziel- mit seinen Spezialschneckenwettrennensalatblättern wedelte, da gab es für die Schnecken kein Halten mehr. Die Freunde hatten Schnecken noch nie so schnell kriechen sehen.

Alle anderen Blätter, die die Freunde am Bach gesammelt hatten, schienen den Schnecken egal zu sein. Sie wollten nur noch zu den Salatblättern des kleinen rosa Schweinchens, das bis über die Ohrenspitzen grinste. "Wenn ich mich mit was auskenne, dann mit Salat!" freute sich das kleine rosa Schweinchen und wedelte kräftig mit seinen Salatblättern.

Soweit war das Schneckenwettrennen ein voller Erfolg. Alle Schnecken krochen so schnell wie nie auf die Salatblätter zu. Nur waren sie alle in etwa gleich schnell. Es sah so aus, als wenn alle Schnecken zur gleichen Zeit die Ziellinie am Ende der Rennbahn erreichen würden. Gut für die Schnecken, schlecht für das Wettrennen - und den Salat.

Als nach einigen Minuten tatsächlich alle vier Schnecken gleichzeitig die Ziellinie erreicht hatten und das kleine rosa Schweinchen bereitwillig seinen Super-Salat den Schnecken zum Fressen hinlegte, freuten sich die Freunde. Sie hatten die schnellsten Schnecken gewählt, den leckersten Salat genommen und sie hatten alle gemeinsam gewonnen.

Das hatte es in der Geschichte der Schneckenwettrennen noch nie gegeben!

Die kleine Feldmaus freute sich schon auf das Abendbrot. Die Mutti hatte frischen Salat angekündigt. Und die kleine Feldmaus hoffte, daß sie auch ein paar Blätter des Spezialschneckenwettrennensalats zubereitet hatte.

Leberknödelsuppe? Bis morgen Abend würde die kleine Feldmaus es schon noch aushalten.


Was in der nächsten Geschichte passiert


"Kommt herein. Ihr könnt direkt in das Wohnzimmer durchgehen." sagte Frau Feldmaus.


10 Die kleine Feldmaus hat Angst um die Raupe

Es war ein herrlicher, lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und rannten um die Wette.

Als sie gerade um eine Ecke des Feldes rannten, sah die kleine Feldmaus eine kleine grüne Raupe. Sie blieb abrupt stehen und schaute sich die Raupe genauer an. Der kleine Igel wäre fast auf die kleine Feldmaus aufgelaufen, konnte aber gerade noch rechtzeitig bremsen. Er gesellte sich dazu und beobachtete nun auch die kleine Raupe.

Die Raupe versuchte auf einen Strauch hochzuklettern, der scheinbar leckere Blätter für sie bereit hielt. Aber sie rutschte immer wieder am Stämmchen herab und suchte mit typischen Raupenbewegungen eine andere Stelle zum Hochklettern.

Das konnte sich die kleine Feldmaus nicht länger mit ansehen und wollte der kleinen Raupe helfen, auf den Strauch hochzuklettern. Sie nahm ein kurzes Ästchen, das etwas abseits herumlag und stupste die Raupe damit an. Die Raupe hielt sich mit ihren winzigen Füßchen an dem Ästchen fest und krabbelte gleich in Richtung des Feldmauspfötchens.

Die kleine Feldmaus konnte gar nicht so schnell das Ästchen an den Strauch hochhalten, wie die kleine Raupe auf sie zu krabbelte. Dann hatte die Raupe die Pfote der Feldmaus erreicht und machte es sich auf ihr gemütlich. "Na klasse!" sagte die kleine Feldmaus, "Und wie bekomme ich nun die kleine Raupe auf den Strauch?" Der kleine Igel kicherte und zuckte mit den Schultern.

"Na, ist doch klar!" rief da das kleine rosa Schweinchen, das sich mittlerweile daneben gestellt hatte. "DU mußt auf den Strauch - mit der Raupe zusammen!" Und die Freunde mußten lachen. Der kleine Igel schüttelte den Kopf. "Nein, nein!" sagte er. "Ich locke die Raupe mit einem Blatt von deiner Pfote und halte dann das Blatt an den Strauch."

Und er riß ein leckeres, hellgrünes Blatt von dem Strauch ab und hielt es der kleinen Raupe auf der Feldmauspfote hin. Und die Raupe krabbelte tatsächlich auf das Blatt und fing an, das Blatt zu essen. "Ha!" rief der kleine Igel triumphierend und hielt das Blatt hoch in den Strauch.

Die kleine Raupe fraß noch ein bißchen weiter und krabbelte dann auf den Strauch. "Guten Appetit kleine Raupe." sagte die kleine Feldmaus und war froh, daß die Raupe endlich zufrieden essen konnte.

So langsam bekamen auch die Freunde Hunger. Und deshalb liefen sie zu ihren Familien, wo es bald Abendessen gab. Die kleine Feldmaus freute sich wieder auf Leberknödelsuppe, die ihre Mutti frisch zubereitet hatte.

Was in der nächsten Geschichte passiert


"Mit Salat kenne ich mich aus!" rief das kleine rosa Schweinchen und lief weg.


9 Die kleine Feldmaus auf Wanderschaft

Es war ein herrlicher, lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und rannten um die Wette.

Am nächsten Tag wollte die kleine Feldmaus eine Wanderung unternehmen. Dafür musste sie am Abend vorher packen. Also holte sie ihren Rucksack aus dem Kleiderschrank und fing an, alles einzupacken, was sie auf ihrer Wanderung gebrauchen könnte.

Ein großes Picknickhandtuch, auf das sie sich setzen konnte. Eine Brotbüchse mit leckeren Nüssen und Früchten. Reichlich zu trinken. Und ein Cappy, falls die Sonne zu stark schien - sie wollte ja keinen Sonnenbrand bekommen. Ausserdem steckte sie noch ihre Badesachen ein, falls sie Lust zum Schwimmen bekam. Ein Handtuch zum Trockenrubbeln durfte dann natürlich auch nicht fehlen.

Es kamen noch etliche Dinge dazu und der Rucksack ging fast nicht mehr zu. Als sie ihn zur Probe aufsetzen wollte, fiel sie fast nach hinten um. "He!" rief die kleine Feldmaus "Was bist du denn so schwer, du Rucksack?" Es kam natürlich keine Antwort, aber sie wusste schon, was alles wieder raus musste.

Und so legte sie die zwei Taschenbücher wieder beiseite - zum Lesen würde sie sowieso nicht kommen. Auch die Taschenlampe musste raus - sie wollte ja nicht erst im Dunkeln wieder heimkehren. Die Kuscheltiere legte sie nur schweren Herzens zurück auf ihr Bett, aber Emily und Herr Bimmbamm mussten zuhause ohne sie zurechtkommen.

Schliesslich hatte sie wirklich nur das Notwendigste behalten und der Rucksack hing leicht wie eine Feder auf ihrem Rücken. "So" dachte die kleine Feldmaus, "morgen kann es losgehen. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen." 
 
Und am nächsten Morgen nach dem Frühstück gab sie ihrer Mutti einen Kuss, setzte den Rucksack auf und stapfte los. Zur Hohen Linde sollte es gehen. Die stand unübersehbar zwischen den Fischteichen und der roten Scheune. Mit zwei Stunden musste die kleine Feldmaus schon rechnen für den Weg dorthin.

"Aber eine gute Planung ist alles." dachte sich die kleine Feldmaus und holte ihre Wanderkarte hervor. Dort waren alle Wege und unpassierbaren Gebiete eingezeichnet. Momentan lief sie auf dem Weg, den in der Karte eine grüne Linie kennzeichnete. Das bedeutete, dass sie einfach gehen konnte.

Ein Stück weiter war ein gelbes Dreieck in ihrer Wanderkarte eingezeichnet. Dort stand die alte Wassermühle und sie musste aufpassen. Wegen des Wassers konnte es nämlich rutschig sein. Aber sie hatte ja ihre festen Wanderschuhe an - da rutschte nichts!

Nun war auch die Hohe Linde nicht mehr weit. Laut ihrer Karte steuerte die kleine Feldmaus direkt auf einen blauen Kreis zu, den sie selbst um die Hohe Linde in ihrer Karte eingezeichnet hatte. Kurz darauf konnte sie die Hohe Linde sehen. Sie schein noch ein bischen mehr gewachsen zu sein seit dem letzten mal, als die kleine Feldmaus hier war. "Bald kann man sie 'Sehr Hohe Linde' nennen" dachte sich die kleine Feldmaus.

Getrunken hatte die kleine Feldmaus zwischendurch immer mal wieder. Aber erst jetzt packte sie ihre Brotbüchse mit all den Leckereien aus und setzte sich auf ihre Picknickdecke. "Es gibt nichts flauschigeres als meine Picknickdecke" dachte sich die kleine Feldmaus und fing an, zu knabbern.

Nachdem sie eine ganze Weile pausiert und die Wolken am Himmel beobachtet hatte, stand die kleine Feldmaus wieder auf und packte alles in ihren Rucksack zurück. Sie wusch sich ihre Pfötchen in dem kleinen Bach an der 'Hohen Linde' und machte sich auf den Heimweg.

Sie war froh, als sie wieder daheim bei ihrer Mutti war. Und ihre kleinen Füßchen taten ein bischen weh. So lange Wanderungen war sie halt nicht gewöhnt. Sie hatte unterwegs so viel erlebt. Aber jetzt zuhause genoss die kleine Feldmaus die leckerste Suppe der Welt: Leberknödelsuppe.

Was in der nächsten Geschichte passiert


"Na klasse!" sagte die kleine Feldmaus, "Und wie bekomme ich nun die kleine Raupe auf den Strauch?"


Montag, 11. August 2014

8 Die kleine Feldmaus bei der Eule

Es war ein herrlicher, lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und rannten um die Wette.

Die kleine Feldmaus hatte von ihrer Mutti die Aufgabe bekommen, kleine Nüsse zu sammeln und mit nach Hause zu bringen, wenn sie vom Spielen heimkehrte. Also machte sich die kleine Feldmaus auf, am Waldrand nach leckeren Nüssen zu suchen.

Die kleine Feldmaus war schon häufig mit ihrer Mutti am Waldrand gewesen, um Nüsse zu suchen. Es gab mehrere gute Stellen, an denen es viele schöne Nüsse zum Sammeln gab. Als erstes versuchte sie es hinter der großen Buche, wo mehrere Haselnusssträucher standen und immer viele Nüsse auf dem Boden lagen.

Als sie schon einige Nüsse gesammelt hatte, hörte sie plötzlich ein "Hu. Huu." Sie drehte sich um und schaute in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war. Sie sah nichts und sammelte weiter. Doch dann wieder: "Hu. Huuuuu." Es war lauter und scheinbar war sie gemeint. Sie sah immer noch nichts und sagte dann: "Hallo? Wo bist Du?"

"Hier oben." sagte die weiße Eule und breitete ihre Flügel ein wenig aus. "Oh! Dich habe ich gar nicht gesehen." sagte die kleine Feldmaus und schaute nun über sich nach oben zum dicken Ast, auf dem die Eule saß. "Was machst du da?" fragte die Eule die kleine Feldmaus. "Ich sammle leckere Nüsse für meine Mama und mich." sagte die kleine Feldmaus und sammelte schon mal weiter, da sie mittlerweile Hunger hatte und bald nach Hause wollte.

"Dort drüben gibt es die besten Nüsse des ganzen Waldes." sagte die Eule und zeigte nach hinten links, wo die kleine Feldmaus noch nie Nüsse gesammelt hatte. Die kleine Feldmaus sauste dorthin, sah aber keine einzige Nuss. "Wo sind denn die Nüsse? Ich sehe keine." fragte die kleine Feldmaus die Eule. "Die Nüssen sind hinter dem Graben auf der Anhöhe" sagte die Eule und drehte Ihren Kopf weit nach links ohne den restlichen Körper zu bewegen. 

Die kleine Feldmaus buddelte einen Tunnel tief unter dem Graben durch bis zum Fuß der Anhöhe. Und tatsächlich! Als sie aus ihrem Tunnel blickte, sah sie wunderbare, fein duftende, gold-braune Nüsse. "Die sehen aber lecker aus! Darf ich ein paar mit nach Hause nehmen?" fragte die kleine Feldmaus die Eule. "Aber sicher" sagte die Eule "die Früchte des Waldes gehören allen Tieren." "Danke!" rief die kleine Feldmaus zur Eule und sammelte ein paar dieser Super-Nüsse.

Und als sie zuhause angekommen war, zeigte sie ihrer Mutti stolz die gesammelten Nüsse. Und sie war gar nicht traurig, als es mal keine Leberknödelsuppe gab, sondern ein paar leckere Nussscheibchen von ihren selbst gesammelten Nüssen.

Was in der nächsten Geschichte passiert


"He!" rief die kleine Feldmaus "Was bist du denn so schwer, du Rucksack?"


7 Die kleine Feldmaus auf dem Leuchtturm

Es war ein herrlicher, lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und rannten um die Wette.

Am Vormittag hatten sie einen Ausflug gemacht. Zum großen Leuchtturm am Strand hinter den Dünen. Sie haben eine ganze Weile für den Weg dorthin benötigt und das kleine rosa Schweinchen hat mehrfach gefragt "Wie lange dauert es denn noch?" Aber als sie endlich angekommen waren, staunten sie nicht schlecht, wie groß so ein Leuchtturm war.

Aber die größte Anstrengung stand ihnen ja noch bevor: der Aufstieg! Dieser Leuchtturm hatte sage und schreibe 236 Stufen. Und das waren nur die, die im Turm auf sie warteten. Vorher mussten sie noch 82 Stufen vom Drehkreuz, an dem sie standen, bis zur Eingangstür überwinden.

Der kleine Frosch hatte es am einfachsten. Er hüpfte einfach von Stufe zu Stufe mit seinen kräftigen Beinchen. Und so verschwand er schon kurz darauf in der Eingangstür des Leuchtturms. Die kleine Feldmaus und die restlichen Freunde brauchten da etwas länger. Dem einen fiel es leichter, dem anderen etwas schwerer. Und das kleine rosa Schweinchen schimpfte ständig "Wann sind wir denn endlich oben?"

Als sie nach einer gefühlten Ewigkeit die lange Wendeltreppe im Leuchtturm geschafft hatten, wartete nur noch eine letzte Leiter mit 12 Stufen auf sie. "Na, die werden wir ja nun auch noch schaffen, oder?" fragte die kleine Feldmaus, bekam aber nur schnaufendes Nicken zur Antwort.

Als sie endlich alle oben angekommen waren, konnten sie weit über das Land schauen. Sie sahen das Drehkreuz tief unter ihnen, an dem sie vorhin noch gestanden hatten. Sie sahen Felder und Wiesen und Wälder und sogar den Weiher hinter dem Feld, an dem sie alle wohnten. "Toll" sagte der kleine Igel und hielt die flache Hand an die Stirn, damit die Sonne ihn nicht blendete.

"Boah, ist das hoch!" staunte der kleine Frosch und suchte den Weg am Waldrand, den sie in der Frühe hergekommen waren. Dem kleinen rosa Schweinchen war etwas mulmig in dieser Höhe und ihm wurde ein bischen grünlich um das Schnäuzchen. Aber es schaute auch tapfer in die Ferne und erkannte mehrere Stellen, an denen es schon einmal gewesen war.

Die kleine Feldmaus wollte am liebsten ihrer Mutti winken, als sie den Feldrand mit ihrem Feldmausbau entdeckt hatte. Aber ihre Mutti würde sie nicht sehen können, so weit weg waren sie hier oben.

Nachdem sie viel zu kurz in alle Richtungen geschaut hatten, mussten sie mit dem Abstieg vom Leuchtturm beginnen, der ihnen viel leichter fiel als der Aufstieg. Sie hatten den Bauern mit seinem Trecker entdeckt, die Vogelscheuche am Waldrand gefunden und die Schwäne auf dem Weiher schwimmen gesehen.

Sie waren die Wendeltreppe viel zu schnell hinunter gegangen. Dem kleinen rosa Schweinchen war schon wieder mulmig und leicht grünlich ums Mäulchen und dem kleinen Igel drehte sich alles im Kopf. Nach einer kurzen Pause ging es aber wieder allen gut und sie konnten die Heimreise antreten.

Zuhause angekommen hatte die kleine Feldmaus ihrer Mutti viel zu erzählen. Und sie freute sich sehr, dass es wieder ihre liebste Leberknödelsuppe zum Abendbrot gab.

Was in der nächsten Geschichte passiert


Da! Schon wieder: "Hu. Huuuuu." Es war lauter und scheinbar war die kleine Feldmaus gemeint.


Sonntag, 10. August 2014

6 Die kleine Feldmaus im Maislabyrinth


Es war ein herrlicher, lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Weiher. Sie spielten Fangen, Verstecken und rannten um die Wette.

Dann erzählte der kleine Igel von dem Maislabyrinth. „Zwei Felder weiter beginnt das Maislabyrinth und es ist ziemlich groß. Riesige Maisstängel versperren die Sicht auf die Nachbarwege.“ Und die Freunde machten sich auf den Weg dorthin.

Als sie vor dem Eingang standen staunten sie nicht schlecht. „Manno ist das groß“ wunderte sich der kleine Frosch. „Aber ich kann doch zwischen den Maispflanzen einfach hindurch!“ sagte die kleine Feldmaus. „Das darfst du nicht.“ sprach der kleine Igel. „du mußt dich an die Regeln halten: keine Pflanzen kaputtmachen, nicht zwischen den Pflanzen hindurch gehen, immer auf den Wegen bleiben.“

„Hat das Maislabyrinth Sackgassen?“ fragte das kleine rosa Schweinchen. „Klaro!“ rief der kleine Igel und dem kleinen rosa Schweinchen wurde ein bischen grünlich ums Maul.

Sie stimmten sich ab, das der kleine Frosch den linken Weg, die kleine Feldmaus den mittleren und das kleine rosa Schweinchen den rechten Weg benutzen sollten. Der Ausgang aus dem Labyrinth ist am hinteren Feldrand und der kleine Igel passt auf, dass alle Regeln eingehalten werden.

Und so zogen die Freunde voneinander getrennt los. Die kleine Feldmaus sauste in den mittleren Weg und gleich um eine Ecke und verschwand tief im Maislabyrinth. Der kleine Frosch hüpfte nach links in das Labyrinth und versuchte sich erstmal zu orientieren.

Das kleine rosa Schweinchen war nicht sicher, ob es allein in das große Maislabyrinth gehen sollte. Aber der kleine Igel ermunterte das kleine rosa Schweinchen „kein Problem, das schafft jeder. Im Notfall rufst Du und wir leiten Dich raus.“ Und so stapste auch das kleine rosa Schweinchen in das Labyrinth, den rechten Weg nehmend.

Eine ganze Weile später kam der kleine Frosch aus dem Ausgang gehopst. „Erster!“ rief er fröhlich und war stolz den Ausgang gefunden zu haben. Kurz darauf sauste die kleine Feldmaus hinaus. „Zweiter!“ rief sie heiter. Und auch sie war stolz, es geschafft zu haben. Dann passierte eine ganze Weile nichts.

Wo blieb bloß das kleine rosa Schweinchen? Hatte es sich verlaufen? Aber sie hörten keine Rufe. Also riefen sie alle zusammen das kleine rosa Schweinchen. „Hallo?“ „Wo bist du?“ „Hörst du uns?“ Aber es kam keine Antwort. Dann sagte die kleine Feldmaus „seid mal still, ich höre was.“ Und tatsächlich. Sie hörten ein leises Schnarchen. Chr chrrr. Chr chrrr.

Das kann ja wohl nicht wahr sein, dachten sich die Freunde. Das kleine rosa Schweinchen ist einfach eingeschlafen! Sie gingen durch den Ausgang zurück in das Maislabyrinth, um das kleine rosa Schweinchen zu suchen. Nach einiger Zeit hatten sie es gefunden. Es lag auf der Seite und schlief tief und fest.

Nachdem sie das kleine rosa Schweinchen geweckt und zusammen aus dem Maislabyrinth herausgefunden hatten tranken sie alle Zitronenlimonade. Danach rannten sie zu ihren Familien, denn es wurde schon langsam dunkel.

Zuhause angekommen stand bei der kleinen Feldmaus schon die leckere Leberknödelsuppe auf dem Tisch. Die aß sie ja für ihr Leben gern!

Was in der nächsten Geschichte passiert


„Warum ist der rot-weiß gestreift?“ fragte das kleine rosa Schweinchen. „Keine Ahnung.“ sagte die kleine Feldmaus. “Vielleicht weil es schön aussieht?“