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Dieses Titelbild ist von meiner Schwägerin - vielen Dank dafür!

Donnerstag, 28. November 2019

Die kleine Feldmaus hat einen Unfall II


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern wieder von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
Vielen Dank, Markus, dass ich wieder eine Deiner großartigen Geschichten auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Markus' Geschichte!
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Als die kleine Feldmaus nach der Überraschung in die Wohnung kam, war sie noch sehr aufgeregt. Die Freunde sind derweil in die Küche gegangen und haben schon mal den Kaffeetisch gedeckt. Die kleine Feldmaus konnte es noch immer nicht glauben, dass die Freunde extra für sie eine 2 Meter hohe Giraffe gebastelt hatten. Die Giraffe hat natürlich einen besonderen Platz im Wohnzimmer bekommen. Unten am Fuß standen alle Namen der Kinder, die daran mit gebastelt hatten.

„Wie lange habt ihr denn dafür gebraucht?“ fragte die kleine Feldmaus interessiert. „Ach, nicht allzu lange.“ meinte der kleine Igel daraufhin. "Aber wir hoffen sehr, dass dir dein Geschenk gefällt.“ meinten das Schweinchen und der Frosch wie aus einem Mund. „Ach“ meinte die Feldmaus, „macht euch da mal keine Sorgen. Die Giraffe ist echt schön geworden. Und vor allem so schön groß.“

Nach dem Kaffeetrinken wollte die Feldmaus unbedingt wieder raus zum Spielen. „Aber nicht allzu lange mehr mein Schatz. Denn morgen ist wieder Schule. Und ja, ich weiß, du hast eigentlich keine Lust. Aber so ist es nun mal.“ meinte ihre Mutti. „Ist ok Mami.“ rief die Feldmaus nur und war auch schon weg.

Das einzige, was sie mit den Freunden spielen konnten, war Verstecken. Aber davon ließen sich die Freunde nicht abhalten. Kurz bevor es dunkel wurde und sie sich dann gemeinsam auf den Weg nach Hause machten, beratschlagten die Freunde, wie sie morgen den Schultag überstehen konnten.

Der nächste Tag.
Früh um halb sieben klingelte der Wecker der kleinen Feldmaus. Sie wollte gerade wie gewohnt aufstehen, als ihr auf einmal der Arm richtig weh tat. Sie hatte vergessen, dass sie eine OP hatte und nun einen Gips trug. Die Schmerzen hörten aber gleich wieder auf. Es war halt ihr Bett und da hat sie sehr gut geschlafen. Typisch die kleine Feldmaus.

Als sie ins Bad wollte, um sich zu waschen und sich anzuziehen, musste sie leider nach ihrer Mama rufen. „Mama. Bitte komm mal zu mir ins Bad. Ich brauche leider deine Hilfe.“ rief sie etwas traurig aus dem Bad. Die Mama kam natürlich sofort und sah, dass ihre kleine Feldmaus weint. „Mach dir nichts draus mein Schatz. Ich bin bei dir und helfe dir. Auch wenn es schwer wird. Und deine Freunde sind ja auch für dich da und helfen.“ sagte ihre Mutti beruhigend. Und schon war ein kleines Lächeln auf den Lippen der Feldmaus.

Als die beiden im Bad fertig waren, frühstückten sie gemeinsam bis es an der Haustür klingelte. Schweinchen, Frosch und Igel waren da, um die kleine Feldmaus für die Schule abzuholen. „Guten morgen Feldmaus. Bist du soweit?“ fragte der Igel. „Ja klar, kann los gehen!“ war die Antwort der Feldmaus. Und gemeinsam gingen sie zur Bushaltestelle und fuhren mit dem Bus zur Schule. Natürlich hatte es unter den Kindern die Runde gemacht, dass die kleine Feldmaus einen Gips trug. Jeder ihrer Mitschüler hatte einen Stift dabei und wollte gern auf dem Gips unterschreiben. Das machte ihnen soviel Spass, dass sie nicht bemerkten, dass sie schon an der Schule angekommen waren. Also ging es jetzt erstmal in die Schule.

Den Schultag überstand die Feldmaus mit Hilfe der Freunde sehr gut. Als sie wieder zuhause war fragte ihre Mama gleich wie es war. Voller Stolz zeigte die Feldmaus der Mama die ganzen neuen Unterschriften. „Mensch, da hast du aber echt viele Unterschriften. Man erkennt ja kaum noch den Gips darunter.“ freute sich die Mutti.

Nach dem Mittagessen waren die Freunde auf dem Feld verabredet. ´Mach aber nicht so doll mein Schatz!´ klang die Stimme von Frau Feldmaus bei der kleinen Feldmaus noch im Ohr. Aber irgendwie kam die Nachricht nicht ganz an.

Die Freunde spielten den ganzen Nachmittag auf dem Feld beim Weiher. Die Feldmaus hatte soviel Spass dabei, dass sie glatt den Gipsarm vergaß und ihn zum Fangen nutzen wollte. Auf einmal schrie die Feldmaus vor Schmerz auf. „AAAUUUUUUAAAAAAA“ schrie sie. Die Freunde waren ganz erschrocken und rannten zur Feldmaus hin.

„Was ist los, was ist passiert?“ fragte der Igel. „Mein Arm tut auf einmal weh.“ weinte die Feldmaus. „Ne, oder?“ fragte das Schweinchen enttäuscht. „Wir sollten mit dir schnellsten zu deiner Mama gehen.“ meinte der Frosch. Und so machten sich die Freunde auf den Weg. Bei der Feldmaus zuhause angekommen, sah die Mutti sofort was geschehen war. „Ich hatte dir doch gesagt, dass du aufpassen sollst und nicht so doll spielen sollst!“ schimpfte sie im ersten Moment. „Ich weiß Mami. Und es tut mir leid.“ sagte die kleine Feldmaus kleinlaut. „Ist ok. Wir fahren jetzt ins Krankenhaus und lassen das mal untersuchen.“ meinte die Mama.

Im Krankenhaus angekommen, schilderte die Mutti dem Arzt, was geschehen ist. Der Arzt ordnete gleich ein Röntgenbild an. Darauf war zu sehen, dass die Platte im Arm der kleinen Feldmaus sich gelöst hatte und der Bruch wieder offen war. „Oh je,“ meinte der Arzt. „Das müssen wir nochmal operieren. Durch das Toben ihrer Tochter hat sich die Platte gelöst und der Bruch ist wieder offen.“ Die Mama war sprachlos und traurig zugleich. „Wie kann das sein?“ fragte sie dann. Aber die Antwort kannte die Mutti bereits, und war richtig enttäuscht. Die kleine Feldmaus musste im Krankenhaus bleiben. Die Mama und die Freunde fuhren wieder nach Hause. Es wurde die ganze Zeit nicht ein Wort im Auto gesagt.

Zu Hause angekommen, verabschiedeten die Freunde sich von Frau Feldmaus. Die kleine Feldmaus war jetzt alleine im Krankenhaus und weinte alles aus sich raus. Sie war enttäuscht und sauer auf sich selbst, weil sie nicht auf die Mama gehört hatte. „Ich werde ab jetzt immer auf Mama hören. Egal was es ist.“ schimpfte sie mit sich selbst. Dann schlief sie mithilfe der Schmerzmittel ein. Am nächsten Morgen war dann die neue OP. Und diesmal wollte die kleine Feldmaus alles richtig machen.

Gesagt getan. Sie schonte sich richtig und der Arm ist wieder ganz verheilt.. Den unterschriebenen und bemalten Gips durfte die kleine Feldmaus mit nach Hause nehmen.

Samstag, 17. August 2019

Die kleine Feldmaus beim Ritterfest - Teil 1


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
Vielen Dank, Daniel, dass ich wieder eine Deiner großartigen Geschichten auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein herrlicher lauer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Teich. Sie spielten Fangen, Verstecken und rannten um die Wette.


„Wer von euch geht heute auch zum Ritterfest?“ fragte die Feldmaus ihre Freunde.

„Ich!“ schrie das Schweinchen sogleich. „Mein Papa und ich. Wir nehmen den Igel bei uns auch mit.“

„Und was ist mit dir?“ fragte die Feldmaus und stupste dabei den Frosch an, der etwas geknickt zu Boden schaute und kleine Kieselsteine aufhäufte. „Ich weiß noch nicht so recht!“ antwortete der Frosch kleinlaut. „Ich werde zu Hause bleiben. Meine Eltern haben heute leider keine Zeit.“

Diese Antwort machte die Feldmaus ein wenig traurig.

Doch daran etwas ändern konnte sie jetzt und hier auch nicht.

Und so gingen die 4 Freunde erstmal nach Hause.


Zu Hause erzählte die Feldmaus ihren Eltern sofort was sie alles beim Ritterfest erleben und machen möchte und hätte beinahe den Frosch vergessen. „Da war doch was!“ dachte sich die Feldmaus. „So ein Mist, es fällt mir nicht mehr ein! Hmmm….!“ Die Feldmaus bekam den Gedanken einfach nicht zu fassen und begab sich bereits in ihr Zimmer, um ihren Rucksack für den Ausflug zum Ritterfest zu packen. „Was wollte ich nur Mama und Papa fragen!“ grübelte die Feldmaus weiter. Sie überlegte, dachte nach, strengte ihre Gehirnzellen an, sich doch endlich an das zu erinnern, was ihr vorhin noch so super mega wichtig erschienen war.

„Feldmaus, hast du alles!“ rief ihre Mama. „Wir wollen dann los!“

Die Feldmaus zuckte nur mit den Schultern. Es fiel ihr einfach nicht mehr ein. Es kam ihr nicht in den Sinn. Es war etwas Wichtiges, das wusste die Feldmaus, doch sie kam beim besten Willen nicht darauf, um was es sich eigentlich dabei handeln sollte. Als die Feldmaus die Treppen nach unten ging, versuchte sie es noch einmal. „Hmmm, was wollte ich Mama und Papa fragen? Was nur….? Argh….!“ Die Feldmaus verzweifelte und wäre fast mit ihrem Papa zusammen gestoßen, der gerade aus dem Bad gestolpert kam.

„Ach Schatz, wie hüpfst du denn rum?“ sagte die Mama zum Papa, der gerade etwas unbeholfen seine Hose zu schließen versuchte und dabei wie ein kleiner hüpfender Frosch wirkte. Die Feldmaus fand das witzig und musste über ihren Papi lachen, der wirklich urkomisch dabei aussah. „Papi, du siehst fast wie ein richtiger Frosch aus dabei!“ sagte die Feldmaus und erfasste im selben Augenblick was sie die ganze Zeit so sehr den beschäftigt hatte.

„Der Frosch!“ brüllte die Feldmaus plötzlich. Mama und Papa schauten fragend zur Feldmaus, die nun auch sogleich mit der Geschichte herausrückte und ihren Eltern nun erzählte, dass der Frosch nicht mit seinen Eltern zum Ritterfest könne, da sie keine Zeit hätten und er es sich aber soooo sehr wünschte.


Die Eltern der Feldmaus hatten verstanden, nickten sich nur zu und machten sich sofort auf den Weg. Der Frosch wohnte ja nur ein paar Straßen weiter. Der Papa der Feldmaus hielt vor dem Haus des Frosches und betätigte die Hupe des Autos. Als der Frosch aus dem Fenster blickte, sah er eine winkende Feldmaus in der Einfahrt stehen und er verstand sofort. Das Ritterfest sollte nun auch für ihn beginnen.

Er freute sich wahnsinnig, lief der Feldmaus entgegen, knuddelte diese von oben bis unten ab und bedankte sich überschwänglich bei der ganzen Familie Feldmaus.

Nun ging es endlich zum Ritterfest.


„Wann sind wir denn endlich da?“ fragte die Feldmaus nun unaufhörlich. Aber das machte sie immer, egal wohin es ging. Sobald die Feldmaus zu aufgeregt war, ist Geduld nicht die stärkste ihrer Eigenschaften. Der Papa der Feldmaus kannte die Eigenarten und Macken seiner Prinzessin und ignorierte die nörgelnden Fragen gekonnt.

Und so ging es noch eine Weile weiter. Die Fragen - „Sind wir jetzt endlich da?“ – und - „Wie lange denn noch?“ – lösten sich munter ab, ohne dass die Feldmaus eine zufriedenstellende Antwort erhielt.


Bis die Mama der Feldmaus plötzlich sagte: „Wir sind da!“


„Ja, aber ich hab meine Sonnenbrille vergessen. Wir müssen nochmal schnell zurück nach Hause…“ setzte der Papa an und fing sich mit diesem Scherz böse Blicke seiner kleinen Feldmaus. Der Frosch hingegen fand den Witz ganz lustig und musste lachen, jedenfalls so lange, bis die Feldmaus auch ihn böse anblickte.

Ja Ja. Geduld ist eben nichts für die Feldmaus.


Auf dem Parkplatz vor der Ritterburg war schon einiges los. Und je näher sie der Burg auch kamen, umso mehr Leute in lustigen Ritterrüstungen konnten sie sehen. „Boah Feldmaus, schau mal da drüben!“ sagte der Frosch und zeigte auf einen riesigen Ritter. „Und schau mal dort. Ein Reiter mit einer echten Rüstung und einen Helm.“ rief nun auch die Feldmaus aufgeregt.


An der Kasse zückte der Papa der Feldmaus sein Portemonnaie und sagte „Zwei Erwachsene und zwei Nervensägen!“ Die Kassiererin lachte und überreichte 4 Eintrittskarten. Dabei fügte sie hinzu „wenn sie sich beeilen, schaffen sie es noch zur ersten Vorführung der Ritterfestspiele!“

„Ok ihr zwei. Seht euch um, habt Spaß und wir treffen uns um 18 Uhr wieder hier am Eingang!“ sagte die Mama der Feldmaus.


Und schon waren die Feldmaus und der Frosch nicht mehr zu bremsen. Sie bahnten sich ihren Weg über die Zugbrücke, durch den Burghof und fanden sofort den Weg zur Schlosswiese, wo das Turnier stattfand. Es war ein prunkvoller Schauplatz. Doch bevor das Turnier anfing, mussten die Freunde erstmal Sitzplätze finden, von wo aus sie den besten Überblick hatten.


„Dort oben!“ sagte die Feldmaus zum Frosch und zeigte dabei auf die Tribüne direkt gegenüber.

„OK, aber wir haben noch eine andere Mission, bevor wir uns den Ritterfestspielen widmen können!“ sagte die Feldmaus weiter.

„Das Schweinchen und unseren stachligen kleinen Freund finden?“ fragte der Frosch.

„Genau und die zwei werden wir schön überraschen, denn die wissen ja noch gar nicht, dass ich dich mitgenommen habe zum Ritterfest.“ antwortete die Feldmaus.

„Aber wo könnten die nur stecken?“

„Ich hab da so eine Idee!“ ließ die Feldmaus ihre Antwort verlauten.


Und so machten sie sich gemeinsam auf den Weg, um das Schweinchen und den Igel in diesem riesigen Ritterfest ausfindig zu machen. Und die Feldmaus schien einen Plan zu haben, denn sie steuerte zielstrebig auf Etwas zu. Hin und wieder blieb sie kurz stehen, studierte die Wegweiser und Hinweisschilder, die einen die Richtung deuteten und marschierte dann weiter.

„Feldmaus, wo willst du hin?“ fragte der Frosch irgendwann.

„Wir sind schon da!“ verkündete die Feldmaus. „Riech selbst!“


Und sie standen inmitten der riesigen Burgküche, wo gerade eine Suppe gekocht wurde. Ein großer eiserner Kessel hing über einem offenen Feuer und nicht weit entfernt von der Suppenschüsselausgabe stand das Schweinchen mit dem Igel.

„Gefunden!“ verkündete die Feldmaus stolz. „Los schnell! Die Vorstellung beginnt gleich. Lass uns die beiden von da wegholen und ab zu den Festspielen.“



Donnerstag, 15. August 2019

Die kleine Feldmaus trödelt mit Folgen


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
Vielen Dank, Daniel, dass ich wieder eine Deiner großartigen Geschichten auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein super heißer Sommertag, die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Teich. Sie spielten Fangen, Fußball, Verstecken und rannten um die Wette.
Gleich nach Schulschluss rannten die Feldmaus, das Schweinchen, der Frosch und der Igel quer über den Schulhof raus auf´s Feld. Sie wollten endlich ihr Spiel vom letzten Mal fortsetzen und beenden. Viel Zeit hatten sie nicht, da gleich der Schulbus käme und sie zum Training müssten. Der Trainer mag Unpünktlichkeit überhaupt nicht.

Sie wollten ja bereits während der großen Hofpause ihr Spiel beenden, nur kamen sie nicht dazu. Der Frosch hatte noch mit seiner Lehrerin sprechen müssen wegen irgend so einem Vortrag, den er nächste Woche halten soll. Irgendwas mit „Schwerter und Säbel im Mittelalter“. Die Feldmaus, das Schweinchen und der Igel interessierten sich zwar für Schwerter und Säbel, aber doch nicht ausgerechnet wenn sie gerade zusammen spielen wollten. Und zu dritt konnten sie ihr Spiel eben nicht fortsetzen. So musste das Spiel eben auf JETZT verschoben werden.
„Wisst ihr noch wer zuletzt den Ball hatte?“, fragte das Schweinchen und bekam prompt die passende Antwort vom Igel: „Du sicher nicht. Hast Glück, dass die Feldmaus in deinem Team ist, sonst sähe es düster für dich aus.“
„Na warte, du stachliges kleines Wandergemüse…!“ schrie das Schweinchen und schon jagten sich die beiden vergnügt über das Feld, bis die Feldmaus zweimal laut pfiff und im Kommandoton brüllte: „Aufhören ihr zwei Streithähne und Rasen-platt-Trampler! Jetzt wird Fußball gespielt und zwar sofort!“

Das erzielte Wirkung!!!

Aber nicht die Wirkung, die die Feldmaus eigentlich erwartet hatte. Die Freunde fingen nacheinander an, lauthals zu lachen, hielten sich den Bauch, trollten über den Boden und krümmten sich vor Lachen. Der Frosch war der Erste, der seine Sprache wiederfand und nur noch ab und zu ins Lachen verfiel. „Feldmaus… hast du vom Militär geträumt, oder was sollte das gerade!“
Und noch bevor er den Satz beendet hatte, ging das Gekicher schon wieder los. Die Feldmaus schaute sich das eine Weile an, versuchte noch auf die Freunde einzureden, dass es doch nur ein Spaß gewesen sei, musste dann jedoch einsehen, dass ihre Freunde zu laut lachten und sie gar nicht verstehen konnten.
„Na gut“ dachte sich die Feldmaus, schnappte sich den Ball, der bereits neben dem Tor lag, und brüllte „LOS GEHT´S! Das erste Tor entscheidet!“
Das erzielte seine Wirkung! Sofort schauten sich der Frosch und der Igel an und mit einem Mal war das Lachen verstummt und das Spiel konnte starten. Doch so schnell, wie das Spiel anfing, war es auch wieder vorbei. Der Igel schaffte es gar nicht, so schnell ins Tor zu rennen, um den Ball zu halten, den die Feldmaus volles Rohr abgefeuert hatte. „Boooaaaaahhhh! Was für eine Schrumme, Feldmaus!“ verkündete das Schweinchen stolz.
„Jetzt aber zum Bus!“ sage der Frosch und sah noch im selben Moment, wie der Bus bereits um die Ecke bog und die Bushaltestelle passierte. Die 4 Freunde suchten noch schnell ihre Rucksäcke zusammen und sprinteten dem Bus hinterher, doch der Bus war einfach zu schnell. „Ups! Da haben wir wohl etwas getrödelt!“ sagte das Schweinchen und schien es gar nicht schlimm zu finden, den Bus verpasst zu haben und somit auch das Fußballtraining zu verpassen.
„Oh je, Jungs. Das gibt sicher Ärger.“ sagte die Feldmaus und stellte fest, dass der nächste Bus erst in einer Stunde kommt. „Wow, das ist aber eine ganz schön lange Wartezeit!“ fügte das Schweinchen hinzu und erntete von der Feldmaus nur einen bitterbösen Blick. „Ich bekomme sicher voll Ärger von Papi und Mami, weil ich das Training verpasst habe!“
„Ach Quatsch meine Feldmaus. Deshalb bekommst du doch keinen Ärger von deinen Eltern!“ ging der Frosch dazwischen. „Warum denn auch?“ sagte der Igel nun, „Wir haben ja schließlich Fußball gespielt!“
„Ja genau. Nur eben nicht bei Coach Flinkschuh!“ fügte nun auch das Schweinchen hinzu.
Es tat der Feldmaus gut, dass ihre Freunde sie aufmunterten und versuchten, ihr einzureden, dass es nicht so schlimm sei, mal das Training verpasst zu haben. „Deine Eltern sind doch voll lieb und nett.“ Sagte nun noch der Frosch. „Wahrscheinlich bekommst du sogar noch einen Schokoriegel geschenkt, weil deine Klamotten durch das Training nicht dreckig geworden sind!“ scherzte der Igel weiter.
„Jetzt mal im Ernst Feldmaus. Was soll denn sein. Du gehst nach Hause, sagst, dass du den Bus verpasst hast und deshalb nicht beim Training gewesen bist. Kann ja mal passieren und ist mir letzte Woche doch auch erst passiert, als ich verschlafen hatte und dadurch den Bus nicht mehr bekam und mich Papi mit dem Auto zur Schule bringen musste.“
„Und war dein Papa da böse auf dich?“
„Ach, wo denkst du hin Feldmaus. Nein, er war ja sogar Schuld, dass ich verschlafen habe. Haben es aber für uns behalten und der Mama nix gesagt! Unser Papa-Sohn-Geheimnis!“
„Hmm, vielleicht sag ich es auch nur meinem Papa und wir machen ein Papa-Tochter-riesen-Feldmaus-Geheimnis daraus!“
Der Plan der Feldmaus stand fest. Gemeinsam warteten die Freunde nun auf den Bus und als dieser endlich kam, ging die Feldmaus auch direkt nach Hause, wo sie ihr Papa bereits an der Haustür empfing und seine kleine Feldmaus von oben bis unten abknuddelte.

„Ach Paaapaaaa! Lass das! Ich bin doch kein Hund!“ sagte die Feldmaus.
„Ist ja schon gut meine Kleine. Sag, wie war das Training heute?“ fragte der Papa die Feldmaus.
Und so erzählte die Feldmaus alles ihrem Papa und war erleichtert, als dieser nicht sauer war und sich sogar etwas freute, ein kleines Geheimnis mit der Feldmaus zu haben. „Aber du darfst Mami nichts verraten Papa, versprochen!?“ sagte die Feldmaus und Papa sagte: “Eine kleine Notlüge darf auch mal sein!“ Die Feldmaus nickte nur stumm in Richtung Flur, da in diesem Moment auch schon Mama aus dem Wohnzimmer kam. Auch die Mama fragte nun, wie das Training gelaufen sei, ob es Spaß gemacht hätte. Die Feldmaus antwortete viel zu schnell und das machte die Mama erst recht stutzig. „Ja Mama, Bus hab ich auch nicht verpasst und bin nun oben Hausaufgaben machen!“
Der Papa fasste sich nur an den Kopf und wusste was nun folgen würde.
„Feldmaus!“ rief die Mami ins Kinderzimmer. „Bringst du mir bitte deine verschwitzten Fußballsachen nach unten, damit ich sie waschen kann!“
„OHHHHH NEIN!“ hörte der Papa die Antwort der Feldmaus bis ins Wohnzimmer und hoffte, dass die Feldmaus noch ein wenig kreativer wäre mit ihren Antworten, doch sie machte es noch schlimmer!
„Ich habe gar nicht geschwitzt heute Mama! Bin ganz langsam gerannt!“ fügte sie dann hinzu.
Der Papa der Feldmaus wusste bereits, dass Mama längst den Braten gerochen hatte und wusste, was hier gespielt wurde. Aber die Feldmaus machte es auch wirklich noch schlimmer, als die Mama fragte, ob der Papa sie auch vom Training abgeholt hätte.
Zum Entsetzen vom Papa, kam folgende Antwort! „Ja! Haben sogar noch zusammen ein Eis gegessen danach!“
Mama drehte sich nur zum Papa um und sagte: „Komisch, wir sind doch zusammen nach Hause gefahren und die Feldmaus haben wir nicht abgeholt! Also sag, was hat unsere kleine Feldmaus angestellt und lüg mich nicht an!“. Doch der Papa hatte bereits ein Bündel Blumen aus dem Garten gepflückt und hielt diese der Mama der Feldmaus hin und sagte: „Es war nur eine kleine Notlüge! Ein Feldmaus-Papa-riesen-Geheimnis eben!“

Samstag, 10. August 2019

Die kleine Feldmaus macht eine Radtour


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Die Feldmaus und Ihre Freunde verbrachten den gestrigen Abend bei Familie Feldmaus. Da sie ja planten einen Radtour zu machen, aber die Reparatur zu lange gedauert hatte, kam es zu dieser Entscheidung. Am nächsten Morgen war es endlich soweit.

Nach dem Frühstück, die Freunde hatten sich extra etwas fertig gemacht, sattelten sie die Räder und machten sich auf dem Weg. Ihr erstes Ziel war der großse Leuchturm. Auf dem Weg dorthin sahen die Freunde einige sehr schöne Dinge.

Plötzlich blieb die Feldmaus stehen. "Was hast du denn?“ fragte der Frosch. "Ja, genau. Warum halten wir an?" fragte nun auch der Igel. "Wir müssen warten." sagte die Feldmaus. "Warum das denn?" meinte der Igel. „Ganz einfach,“ sagte die Feldmaus. „Wir haben Schweinchen vergessen.“ Und ein bischen musste die kleine Feldmaus grinsen.

In der Tat. Schweinchen war etwas langsamer als die anderen drei. Aber das ist ja nicht schlimm. In der Zeit wo die Freunde warteten, hatte die Feldmaus schon ihre Picknickdecke ausgebreitet, und etwas zu trinken aus den Taschen geholt.

Als das Schweinchen endlich da war, beschwerte es sich gleich. „Ihr seid voll gemein. Lasst mich einfach zurück, ohne auf mich zu warten. Ich hatte Angst, euch zu verlieren!“ sagte das Schweinchen. „Ach, das kann doch mal passieren, Schweinchen.“ meinte der Igel. „Außerdem wussten wir, dass du langsamer bist als wir.“ meinte der Frosch. Und die Feldmaus sagte: „Mach dir nichts draus, wir haben auf dich gewartet und auch schon eine Stelle zum Picknicken gefunden.“

Ohne es zu merken, waren die Freunde schneller als gedacht. Sie waren kurz vor dem Leuchturm. Die Sonne schien und die Vögel zwitscherten. Sie legten sich auf die Decke und schauten in den blauen Himmel. Dann fing die Feldmaus an, lustige Witze zu erzählen, und alle mussten lachen. So war der Streit zwischen den Freunden ganz schnell vergessen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit -es war nur eine Stunde- beschlossen die Freunde, weiter zu fahren. Lange Rede kurzer Sinn. Sie fuhren weiter Richtung Biberbau. Herr Biber sah sie und rief ganz laut: „Hallo ihr Vier! Fahrt bloß vorsichtig.“ Wie aus einem Mund antworteten die Freunde: „Ja machen wir.“

Es wurde allmählich dunkel und die Freunde machten sich auf dem Heimweg. Zuhause angekommen, wartete Frau Feldmaus schon im Garten auf ihre kleine Tochter. „Ihr wart aber lange unterwegs.“ sagte sie. „Ja Mama, ich weiß. Aber es hat soviel Spass gemacht, mit meinen Freunden etwas zu unternehmen.“ sagte die kleine Feldmaus und fiel ihrer Mama in die Arme. „Na, dann komm rein mein Kind. Ich habe dein Lieblingsessen auf dem Herd.“ sagte Frau Feldmaus.

„Leberknödelsuppe?“ fragte die Feldmaus. „Nein, mein Schatz. Heute gibt es Leberknödelauflauf.“ Die kleine Feldmaus freute sich und stürmte in die Küche. Man hörte die beiden nur leise schmatzen.

Danach ging die kleine Feldmaus ins Bett. Frau Feldmaus deckte ihre Tochter zu und streichelte ihr über das Gesicht. „Ich hab dich lieb kleine Feldmaus und jetzt schlafe schön und träume was Süßes.“

Mittwoch, 7. August 2019

Die kleine Feldmaus und ihr Fahrrad


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Es war ein sehr heisser und sonniger Tag in den Sommerferien. Da die kleine Feldmaus und ihre Freunde zuhause blieben, verbrachten sie viel Zeit draussen.

Gestern hatten die Freunde verabredet, eine Fahrradtour zu machen. Als die Feldmaus in den Schuppen ging, um ihr Rad zu holen, rief sie ganz laut nach ihrer Mama. "Mamaaaaaaaaaaaaaaaa," rief sie ganz laut. "Ja meine kleine Feldmaus? Was hast du denn? Warum rufst du so laut?" fragte ihre Mama.

"Ich wollte mein Rad rausholen für die Radtour, von der ich dir gestern Abend erzählt habe. Aber es ist total dreckig und hat kaputte Räder." sagte sie ganz traurig. "Aber meine kleine Feldmaus. Du bist doch technisch sehr begabt. Das hast du doch in Mausgeschwindigkeit repariert." sagte ihre Mama. Zusammen haben sie Werkzeug und Ersatzteile aus dem Schuppen gesucht.

Als die kleine Feldmaus auf ihrer Decke mit dem Fahrrad stand und anfing, das Rad abzubauen, kamen ihre Freunde zu ihr. "Was machst du denn da?" fragte der Frosch. "Ich muss mein Rad reparieren. Sonst wird das nichts mit der Tour. Und das wäre sehr sehr schade." meinte da die kleine Feldmaus. Die Freunde schauten sich verwundert an.

Da meinte der Igel "Hey, das sieht aber schon gut aus, wie du das machst. Habt ihr irgendwo einen Eimer und einen Lappen da? Dann kann ich in der Zeit mein Rad saubermachen." Die Fledmaus sah sich das Rad an und nickte zustimmend. "Hinten im Schuppen sind Eimer und Lappen" sagte sie. Der Igel ging los, um die Sachen zu holen.

Das Schweinchen und der Frosch wollten der Feldmaus helfen. Der Frosch kümmerte sich um das Vorderrad und das Schweinchen um das Hinterrad. Die Schläuche waren schnell gewechselt und die Räder waren auch schnell wieder eingebaut. Jetzt nur noch den Lichttest durchführen und dann könnte es los gehen.

Leider haben die Freunde nicht auf die Zeit geachtet. Sie haben alle 4 gemeinsam das Rad der Feldmaus wieder aufgebaut und haben dann alle gemeinsam die Räder geputzt. Frau Feldmaus hat dem Treiben der Kinder aus dem Küchenfenster zugeschaut und sich schon fast gedacht, dass es heute nichts mehr mit der Tour wird.

Also hat sie als Überraschung einen Rundruf gemacht. Die Eltern der Freunde haben zugestimmt, dass die Kinder die Nacht bei Familie Feldmaus bleiben können und dann am nächsten Tag die Radtour starten.

Als Die kleine Feldmaus auf die Uhr schaute, sah sie sofort, dass es schön spät am Nachmittag war. Die vier Freunde wollten gerade los fahren, da kam Frau Feldmaus aus dem Haus und überbrachte die gute Nachricht.

Die Überraschung ist gelungen. Die Freunde aßen zusammen Abendbrot und machten sich dann mit Frau Feldmaus einen gemütlichen DVD Abend.

Sonntag, 4. August 2019

Die kleine Feldmaus hat einen Unfall


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Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
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Es war ein echt warmer Sommertag im Juni. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten auf dem Feld am Weiher. Alles war gut bis...

„Schnell hol Hilfe!“ rief der Frosch zum Schweinchen. „Ja, bin schon unterwegs.“ meinte das Schweinchen und rannte in Richtung Telefonzelle beim Haltehäuschen. „AAAAAUUUUUUUAAAAAAAA“, schrie die kleine Feldmaus vor Schmerz. Sie war beim Fangen spielen über einen Ast gestolpert und ganz ungünstig gefallen. Bei dem Sturz hatte sie sich den rechten Arm gebrochen. Das zumindest vermuteten die Freunde.

Der Igel rannte immerzu im Kreis und machte sich richtig Sorgen, so dass er schon anfing zu weinen. Als dann das Schweinchen wieder kam, wurde es gleich von den Freunden in die Zange genommen. „Kommt nun Hilfe oder was ist jetzt los?“ fragte der Igel. „Ja, Hilfe kommt. Ich habe gleich die 112 gewählt und gesagt; was passiert ist“ sagte das Schweinchen. Und da hörten sie auch schon das Martinshorn. „Ich geh auf den Feldweg und warte auf den Krankenwagen“ rief der Igel und schon war er dann auch weg.

Kurze Zeit später war er wieder mit dem Notarzt und den Sanitätern bei der Feldmaus. „Was ist passiert?“ fragte der Arzt und die Freunde berichteten was geschehen war. In der Zwischenzeit versorgten die Sanitäter die kleine Feldmaus mit Schmerzmitteln und brachten aus dem Krankenwagen auch gleich die Trage mit. Ganz vorsichtig und mit viel Feingefühl brachten sie die kleine Feldmaus dann auf die Trage. Kurze Zeit später war sie im Krankenwagen und fuhr in Richtung Krankenhaus nach Waldhausen davon.

„Wir müssen Frau Feldmaus bescheid geben, dass unsere Freundin auf dem Weg ins Krankenhaus ist.“ meinte das Schweinchen. „Ja, dann aber schnell. Vielleicht sehen wir die kleine Feldmaus noch bevor sie in den OP kommt.“ meinte der Frosch mit einem Zittern in der Stimme. An seinen Aufenthalt im Krankenhaus konnte er sich noch ganz lebhaft erinnern. Auf dem Weg zu Frau Feldmaus sagte der Igel: „aber ein Rollstuhlrennen machen wir da nicht wieder!“ „Nein, nein.“ sagte der Frosch.

Währenddessen klingelte das Schweinchen bei Frau Feldmaus. Sie kam an die Tür und begrüßte die Freunde herzlich. „Was ist denn los meine Kleinen?“ „Frau Feldmaus,“ begann das Schweinchen, “wir müssen Sie informieren, dass ihre kleine Feldmaus auf dem Weg ins Krankehnhaus ist. Sie hat sich wahrscheinlich den rechten Arm bei einem Sturz gebrochen.“

Frau Feldmaus erschrak und erkundigte sich gleich, in welches Krankenhaus ihre kleine Tochter kam. „Ich packe gleich ein paar Sachen für mein Mädchen ein und dann fahre ich da hin.“ sagte Frau Feldmaus mit zittriger Stimme und leicht weinerlichem Ton. „Frau Feldmaus,“ begann der Igel, „ich würde gern mitkommen und sehen wie es der kleinen Feldmaus geht.“ Da musste Frau Feldmaus erst mal lachen.“ Es war klar, dass ich euch alle drei mitnehme. Ihr haltet zusammen wie Pech und Schwefel.“

Gesagt getan. Eine halbe Stunde später waren die drei Freunde mit Frau Feldmaus im Auto und auf dem Weg nach Waldhausen. Dort angekommen wurden sie schon sehnsüchtig von der kleinen Feldmaus erwartet. Sie lag immer noch auf der Trage vom Krankenwagen. „Maaammmmmaaaaa“ rief sie mit ganz verweinter Stimme. Ihre Mama sah sofort die Fehlstellung des Armes. „Ich bin ja da mein kleiner Schatz und ich lasse dich auch nicht alleine. Sieh mal, wen ich dir noch mitgebracht habe.“ sagte Frau Feldmaus zum Trost zu ihrer Tochter.

Als die kleine Feldmaus ihre Freunde sah, musste sie ein bisschen schmunzeln und sagte dann “das erinnert mich an den Krankenhausbesuch vom Frosch. Mit oder ohne Rollstuhlrennen?“ Und schon brach schallendes Gelächter unter den Freunden aus. Somit war die Anspannung etwas gelindert.

Dann kam der Arzt und bat Frau Feldmaus ins Behandlungszimmer. Danach ging er zur Trage und schob die kleine Feldmaus ins Zimmer. Die Freunde mussten draussen warten. Gut, dass Frau Feldmaus die Eltern vom Frosch, Schweinchen und Igel informiert hat. Denn es wurde doch schon dunkel draussen und eigentlich war es Zeit, nach Hause zu gehen.

Im Behandlungszimmer wurde Frau Feldmaus erst mal aufgeklärt, was es mit ihrer Tochter auf sich hatte. „Tja, Frau Feldmaus,“ meinte der Arzt, „ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie. Die gute ist, der Arm wird wieder ganz gesund. Die schlechte Nachricht ist, dass es heute noch zu einer Operation kommen muss. Das bedeutet für ihre Tochter, dass sie leider nach der OP einen Gips für mindestens sechs Wochen tragen muss.“

Als das die kleine Feldmaus hörte, fing sie an zu weinen. „Mama, dann habe ich ja gar keine Ferien. Und mit meinen Freunden kann ich dann auch nichts machen.“ Das war bitter, dachte sich ihre Mama. „Ach mein Kind,“ meinte sie nur, “verlass dich mal ganz doll auf deine Freunde. Du glaubst doch nicht, dass sie dich im Stich lassen.“ Das wusste die kleine Feldmaus nur zu gut.

Gesagt getan. Die Freunde und Frau Feldmaus verabschiedeten sich von der kleinen Feldmaus und fuhren dann nach Hause. Sie wollten alle gemeinsam wieder in drei Tagen zur Feldmaus fahren und sie dann nach hause holen.

Am nächsten Tag war ja auch die OP. Während die kleine Feldmaus im Krankenhaus war, bastelten die Freunde und die Mama gemeinsam ein Willkommensgeschenk für die Feldmaus. Da sie ja wussten, dass die kleine Feldmaus auf Giraffen steht, haben sie ihr eine Giraffenfigur gebastelt, die gut zwei Meter hoch ist.

Als die drei Tage um waren, machten sich die Kinder und Frau Feldmaus auf den Weg ins Krankenhaus. Und wie es nicht anders zu erwarten war, wurden sie schon freudig erwartet. „Schaut mal, was mir die anderen Kinder und die Krankenschwestern auf den Gips gemalt haben!“ Die kleine Feldmaus strahlte vor Freude. Aber nicht wegen dem Gips, sondern wegen der Freunde und ihrer Mutti. Auf ihrem Gips waren Schmetterlinge, die Namen der Kinder und die Namen der Krankenschwestern, die sich liebevoll um die kleine Feldmaus gekümmert hatten.

Endlich war es soweit und die fünf konnten nach hause fahren. Dort angekommen wurde die kleine Feldmaus überrascht. Alle Bewohner vom Feld und Wald waren gekommen, um sie zu begrüßen. Ein Plakat wurde hochgehalten. Auf dem stand geschrieben: Willkommen zu hause kleine Feldmaus. Ach das war ja so schön. Alle waren da.

„Ihr seid echt die coolsten und besten Nachbarn und Freunde. Danke das es euch an meiner Seite gibt.“ sagte die kleine Feldmaus. Als sie dann ins Haus gingen, wurde sie nochmals überrascht. Und zwar von der großen Giraffe.

Sonntag, 3. März 2019

Die kleine Feldmaus und Onkel Fips - Teil 3


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
Vielen Dank, Daniel, dass ich wieder eine Deiner großartigen Geschichten auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein herrlicher lauer Sommertag, die kleine Feldmaus war noch wie berauscht von den Eindrücken der letzten Abenteuerreise gemeinsam mit ihrem Onkel Fips. Die Sonne fiel gerade erst durch das Fenster, doch noch bevor die kleine Feldmaus ihre Bettdecke beiseite schlagen konnte, stürmte bereits Onkel Fips herein. Zumindest dachte die Feldmaus das es Onkel Fips sei, denn normalerweise trug er keine Augenklappe, kein Kopftuch, keine Hakenhand und schon gar kein Holzbein und woher kam dieser Papagei auf der Schulter von Onkel Fips, dachte sich die Feldmaus.

„Raus aus den Federn du fauler Smutje. Wir stechen in See. Zieh das Gangspill ein! Argh“ rief Onkel Fips. „Wie? Wo? Was? Ich versteh kein Wort Onkel Fips.“ sagte die Feldmaus noch etwas verwirrt von den frühmorgendlichen Überfall. „Keine Zeit für Erklärungen.“ antwortete er, „Argh, ab an Deck mit dir du Landratte! Wir werden angegriffen!“

Die Feldmaus liebte einfach die Geschichten und Abenteuer, die sie in den Ferien bei Onkel Fips erlebte. Alles war für ihn ein spannendes Spiel und das begann, wie heute, bereits vor dem Frühstück. „Ich glaube Fips ist im Kopf manchmal auch noch ein kleines Feldmaus-Kind wie ich.“ dachte sie sich und war nun auch bereit, das Piratenabenteuer mitzuspielen. Schnell zog sie sich an. „Wo bleibst du denn?“ rief Onkel Fips unterdessen, „Ich warte am Strand auf dich. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Das Schiff könnte jeden Moment die Segel setzen und verschwinden.“ Segel setzen, Schiff und verschwinden. Wovon redet Fips da eigentlich die ganze Zeit, dachte sich die Feldmaus nun wieder.

Aber als die Feldmaus dann endlich am Strand war, staunte sie nicht schlecht. Im frischen Meereswind wehte eine Totenkopfflagge. „Ist das dort ein echtes Segelschiff?“ fragte die Feldmaus und zeigte dabei auf ein großes Schiff, das in der ruhigen Meeresbucht trieb. „Was denkst du denn, was dort im Wasser ankert?“ antwortete Onkel Fips. „Das, meine kleine Seemaus, ist das berüchtigte Piratenschiff „Black Nana“. Das Schiff, dass bereits die Weltmeere…“ „Ähm, Onkel Fips“ unterbrach ihn die Feldmaus, „da steht aber nur „BANANA“ und nicht „Blabamba“ oder wie das eigentlich heißen soll.“

Die Feldmaus hatte Recht, der Wind, die See, die Zeit hatten die Farbe schon etwas abblättern lassen und so war der schöne Schriftzug leider nicht mehr richtig zu lesen. „Ist jetzt auch nicht so wichtig meine kleine Seemaus. Wir haben ein größeres Problem!“ fuhr Onkel Fips fort. „Deine Eltern wurden von Pirat Black-Maus gefangen genommen und sind nun vermutlich auf diesem Schiff!“ „Oh Je! Dann entern wir das Schiff und befreien sie!“ schlug die Feldmaus vor. „Immer mit der Ruhe meine kleine Seemaus.“ sagte Onkel Fips. „Zunächst einmal müssen wir uns überlegen, wie wir überhaupt ungesehen auf das Schiff gelangen.“

Und gemeinsam machten sie sich daran einen Plan zu schmieden. Sie beobachteten vom Strand aus mit dem Fernrohr aus sicherer Entfernung, wie Kapitän Black-Maus und seine Mannschaft auf dem Schiffsdeck arbeiteten. Die Eltern der Feldmaus konnten sie jedoch nicht erblicken. Onkel Fips vermutete, dass sie sich im Zwischendeck befanden.

„Da sieh nur!“ rief die Feldmaus und reichte Onkel Fips das Fernrohr, damit dieser besser sehen konnte, was die Feldmaus soeben erblickt hatte. „Damit könnten wir uns doch an Deck schleichen.“ Die Feldmaus erzählte Onkel Fips von ihrem Plan. Und tatsächlich klang die Idee der Feldmaus so, als könnte sie tatsächlich funktionieren.

„Na dann los!“ sagte Onkel Fips zuversichtlich und setzte sich mit der Feldmaus in Bewegung. Am Strand mischten sie sich unter den Piraten, die kleine Ruderboote mit Kisten und Dosen beluden. Auch die Feldmaus und Onkel Fips beluden eines der kleinen Ruderboote mit Kisten und schnappten sich ein paar Säcke Obst und Gemüse. Die anderen Piraten nahmen die Feldmaus und Onkel Fips gar nicht wahr, sie wurden sogar gegrüßt als seien sie welche von ihnen. „Da ist meine Piratenverkleidung wohl doch ganz nützlich.“ flüsterte Onkel Fips der Feldmaus leise ins Ohr.

So ruderten sie nun zum Piratenschiff und taten so, als würden sie es beladen, wie all die anderen auch. Denn auch ein großes Piratenschiff muss mal an Land gehen und seine Lager mit Lebensmitteln füllen.  Am Schiff angekommen, wurde ihnen sogar geholfen, die Kisten aus dem Ruderboot zu heben. Auf dem Schiffsdeck stand die Feldmaus nun mitten unter den Piraten und wusste nicht mehr weiter. Ihr Plan sah vor, auf das Schiff zu gelangen. Wie es weiter gehen sollte, hatte sie sich noch nicht überlegt. „Ich schlage vor, wir laufen den Piraten hier einfach hinterher und tragen die Kisten in die Laderäume.“ sagte Onkel Fips schnell.“ Auf dem Weg in die Laderäume kamen sie an den Kanonen und der Kombüse, der Schiffsküche, vorbei. Sie öffneten gar die Schiffskajüten, die Schlafräume der Piraten. Doch von den Eltern der Feldmaus fehlte jede Spur.

„Wo könnten sie nur sein?“ fragte die Feldmaus. „Wir haben doch nun das ganze Schiff abgesucht. Wir können nicht noch länger hierbleiben, sonst fällt unsere Tarnung bald auf!“ „Eine Idee hätte ich da noch.“ sagte Onkel Fips gut gelaunt, „Jedes Schiff hat eine Kapitänskajüte, den größten und besten Platz auf einem Schiff. Und nicht zu vergessen, das Oberdeck. Die Brücke haben wir nämlich auch noch nicht abgesucht. Ich wette bei meiner Seemaus-Ehre, dass deine Eltern dort gefangen gehalten werden.“

„Aber dann laufen wir Kapitän Black-Maus doch direkt in die Arme.“ warf die kleine Feldmaus ein.
„Argh… keine Angst Seemaus. Der größte Schwertkämpfer der 7 Weltmeere ist an deiner Seite. Und du wirst mir zur Seite stehen, falls es brenzlig wird und ich deine Hilfe brauche.“ antwortete Onkel Fips, holte seinen Degen heraus und reichte der Feldmaus ebenfalls ein kleines Schwert. „Aber Fips, ich kann nicht mit einem Schwert kämpfen. Ich tu mit dem Schweinchen immer nur so, als ob wir kämpfen könnten. Selbst der Frosch könnte das besser als ich!“ sagte die Feldmaus nun sichtlich ängstlich. „Du musst aber!“ war die knappe Antwort von Fips. „Alleine schaffe ich das nicht.“

Die Feldmaus schluckte ihren Kloß im Hals herunter und folgte ihren Onkel nun mit zittrigen Knien. Langsam schlichen sie sich durch das Zwischendeck und folgten der Treppe hinauf. Oben auf dem Deck war alles ruhig. Ein paar Piraten drehten das Gangspill und holten den Anker ein, ein paar weitere schrubbten die Reling und zwei Piraten waren mit dem Setzen der Segel beschäftigt. Also setze Onkel Fips, gefolgt von der zittrigen und noch kleiner wirkenden Feldmaus den Weg zur Kapitänskajüte fort. Vor der Tür verharrten sie kurz und schauten sich an.

„Bist du bereit meine tapfere Seemaus?“ fragte Onkel Fips. „Nein! Bin ich nicht!“ antwortete die Feldmaus. „Alles klar. Dann können wir ja losle…! Moment! Was hast du eben gesagt? „Ich bin nicht bereit Onkel Fips!“ „Ach meine Seemaus. Das wird ein Kinderspiel. Wir öffnen jetzt gemeinsam die Tür und du wirst sehen alles wird gut. Vertrau mir meine kleine Seemaus.“ Und mit diesen Worten und dem Lächeln im Gesicht von Onkel Fips traute sich die Feldmaus nun und war bereit. Sie zählten laut bis vier und öffneten gemeinsam die Tür zur Kapitänskajüte.

Als sie die Kapitänskajüte öffneten, staunte die Feldmaus ein weiteres Mal und stand mit offenem Mund reglos da. Aber sie war glücklich und überrascht zugleich. Vor allem, weil Onkel Fips es jedes Mal auf´s Neue schaffte, die Feldmaus mit seinen Abenteuern zu fesseln, und am Ende immer eine Überraschung parat hatte.

„Nun komm schon her meine kleine Prinzessin!“ sagte ihre Mutter und winkte die Feldmaus zu ihren Tisch heran, an dem sie mit Papa zusammen saß und auf das Frühstück wartete. „Wir warten schon eine Ewigkeit auf euch zwei Piratenmäuse!“ „Aber Mama, Papa, was macht ihr hier und wo ist Pirat Black-Maus?“ sagte die Feldmaus nun mehr als verwirrt. „Ich hoffe der kommt gleich. Ich hab nämlich einen riesen Hunger und Onkel Fips schwärmt schon seit Wochen von dem Piratenfrühstück der Black-Maus hier.“ Sagte der Papa der Feldmaus und rieb sich dabei seinen Bauch.

Jetzt fiel langsam der Groschen bei der Feldmaus. „Das Piratenschiff ist das berüchtigte Schiffsrestaurant und der Koch hier heißt Black-Maus?“ erwiderte die Feldmaus etwas fragend in die lachenden Gesichter ihrer Eltern und Onkel Fips. „Ganz recht meine kleine Seemaus. Und nun haben wir uns ein Piratenfrühstück der extra Klasse verdient.“ sagte Fips.