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Dieses Titelbild ist von meiner Schwägerin - vielen Dank dafür!

Sonntag, 3. März 2019

Die kleine Feldmaus und Onkel Fips - Teil 3


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
Vielen Dank, Daniel, dass ich wieder eine Deiner großartigen Geschichten auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein herrlicher lauer Sommertag, die kleine Feldmaus war noch wie berauscht von den Eindrücken der letzten Abenteuerreise gemeinsam mit ihrem Onkel Fips. Die Sonne fiel gerade erst durch das Fenster, doch noch bevor die kleine Feldmaus ihre Bettdecke beiseite schlagen konnte, stürmte bereits Onkel Fips herein. Zumindest dachte die Feldmaus das es Onkel Fips sei, denn normalerweise trug er keine Augenklappe, kein Kopftuch, keine Hakenhand und schon gar kein Holzbein und woher kam dieser Papagei auf der Schulter von Onkel Fips, dachte sich die Feldmaus.

„Raus aus den Federn du fauler Smutje. Wir stechen in See. Zieh das Gangspill ein! Argh“ rief Onkel Fips. „Wie? Wo? Was? Ich versteh kein Wort Onkel Fips.“ sagte die Feldmaus noch etwas verwirrt von den frühmorgendlichen Überfall. „Keine Zeit für Erklärungen.“ antwortete er, „Argh, ab an Deck mit dir du Landratte! Wir werden angegriffen!“

Die Feldmaus liebte einfach die Geschichten und Abenteuer, die sie in den Ferien bei Onkel Fips erlebte. Alles war für ihn ein spannendes Spiel und das begann, wie heute, bereits vor dem Frühstück. „Ich glaube Fips ist im Kopf manchmal auch noch ein kleines Feldmaus-Kind wie ich.“ dachte sie sich und war nun auch bereit, das Piratenabenteuer mitzuspielen. Schnell zog sie sich an. „Wo bleibst du denn?“ rief Onkel Fips unterdessen, „Ich warte am Strand auf dich. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Das Schiff könnte jeden Moment die Segel setzen und verschwinden.“ Segel setzen, Schiff und verschwinden. Wovon redet Fips da eigentlich die ganze Zeit, dachte sich die Feldmaus nun wieder.

Aber als die Feldmaus dann endlich am Strand war, staunte sie nicht schlecht. Im frischen Meereswind wehte eine Totenkopfflagge. „Ist das dort ein echtes Segelschiff?“ fragte die Feldmaus und zeigte dabei auf ein großes Schiff, das in der ruhigen Meeresbucht trieb. „Was denkst du denn, was dort im Wasser ankert?“ antwortete Onkel Fips. „Das, meine kleine Seemaus, ist das berüchtigte Piratenschiff „Black Nana“. Das Schiff, dass bereits die Weltmeere…“ „Ähm, Onkel Fips“ unterbrach ihn die Feldmaus, „da steht aber nur „BANANA“ und nicht „Blabamba“ oder wie das eigentlich heißen soll.“

Die Feldmaus hatte Recht, der Wind, die See, die Zeit hatten die Farbe schon etwas abblättern lassen und so war der schöne Schriftzug leider nicht mehr richtig zu lesen. „Ist jetzt auch nicht so wichtig meine kleine Seemaus. Wir haben ein größeres Problem!“ fuhr Onkel Fips fort. „Deine Eltern wurden von Pirat Black-Maus gefangen genommen und sind nun vermutlich auf diesem Schiff!“ „Oh Je! Dann entern wir das Schiff und befreien sie!“ schlug die Feldmaus vor. „Immer mit der Ruhe meine kleine Seemaus.“ sagte Onkel Fips. „Zunächst einmal müssen wir uns überlegen, wie wir überhaupt ungesehen auf das Schiff gelangen.“

Und gemeinsam machten sie sich daran einen Plan zu schmieden. Sie beobachteten vom Strand aus mit dem Fernrohr aus sicherer Entfernung, wie Kapitän Black-Maus und seine Mannschaft auf dem Schiffsdeck arbeiteten. Die Eltern der Feldmaus konnten sie jedoch nicht erblicken. Onkel Fips vermutete, dass sie sich im Zwischendeck befanden.

„Da sieh nur!“ rief die Feldmaus und reichte Onkel Fips das Fernrohr, damit dieser besser sehen konnte, was die Feldmaus soeben erblickt hatte. „Damit könnten wir uns doch an Deck schleichen.“ Die Feldmaus erzählte Onkel Fips von ihrem Plan. Und tatsächlich klang die Idee der Feldmaus so, als könnte sie tatsächlich funktionieren.

„Na dann los!“ sagte Onkel Fips zuversichtlich und setzte sich mit der Feldmaus in Bewegung. Am Strand mischten sie sich unter den Piraten, die kleine Ruderboote mit Kisten und Dosen beluden. Auch die Feldmaus und Onkel Fips beluden eines der kleinen Ruderboote mit Kisten und schnappten sich ein paar Säcke Obst und Gemüse. Die anderen Piraten nahmen die Feldmaus und Onkel Fips gar nicht wahr, sie wurden sogar gegrüßt als seien sie welche von ihnen. „Da ist meine Piratenverkleidung wohl doch ganz nützlich.“ flüsterte Onkel Fips der Feldmaus leise ins Ohr.

So ruderten sie nun zum Piratenschiff und taten so, als würden sie es beladen, wie all die anderen auch. Denn auch ein großes Piratenschiff muss mal an Land gehen und seine Lager mit Lebensmitteln füllen.  Am Schiff angekommen, wurde ihnen sogar geholfen, die Kisten aus dem Ruderboot zu heben. Auf dem Schiffsdeck stand die Feldmaus nun mitten unter den Piraten und wusste nicht mehr weiter. Ihr Plan sah vor, auf das Schiff zu gelangen. Wie es weiter gehen sollte, hatte sie sich noch nicht überlegt. „Ich schlage vor, wir laufen den Piraten hier einfach hinterher und tragen die Kisten in die Laderäume.“ sagte Onkel Fips schnell.“ Auf dem Weg in die Laderäume kamen sie an den Kanonen und der Kombüse, der Schiffsküche, vorbei. Sie öffneten gar die Schiffskajüten, die Schlafräume der Piraten. Doch von den Eltern der Feldmaus fehlte jede Spur.

„Wo könnten sie nur sein?“ fragte die Feldmaus. „Wir haben doch nun das ganze Schiff abgesucht. Wir können nicht noch länger hierbleiben, sonst fällt unsere Tarnung bald auf!“ „Eine Idee hätte ich da noch.“ sagte Onkel Fips gut gelaunt, „Jedes Schiff hat eine Kapitänskajüte, den größten und besten Platz auf einem Schiff. Und nicht zu vergessen, das Oberdeck. Die Brücke haben wir nämlich auch noch nicht abgesucht. Ich wette bei meiner Seemaus-Ehre, dass deine Eltern dort gefangen gehalten werden.“

„Aber dann laufen wir Kapitän Black-Maus doch direkt in die Arme.“ warf die kleine Feldmaus ein.
„Argh… keine Angst Seemaus. Der größte Schwertkämpfer der 7 Weltmeere ist an deiner Seite. Und du wirst mir zur Seite stehen, falls es brenzlig wird und ich deine Hilfe brauche.“ antwortete Onkel Fips, holte seinen Degen heraus und reichte der Feldmaus ebenfalls ein kleines Schwert. „Aber Fips, ich kann nicht mit einem Schwert kämpfen. Ich tu mit dem Schweinchen immer nur so, als ob wir kämpfen könnten. Selbst der Frosch könnte das besser als ich!“ sagte die Feldmaus nun sichtlich ängstlich. „Du musst aber!“ war die knappe Antwort von Fips. „Alleine schaffe ich das nicht.“

Die Feldmaus schluckte ihren Kloß im Hals herunter und folgte ihren Onkel nun mit zittrigen Knien. Langsam schlichen sie sich durch das Zwischendeck und folgten der Treppe hinauf. Oben auf dem Deck war alles ruhig. Ein paar Piraten drehten das Gangspill und holten den Anker ein, ein paar weitere schrubbten die Reling und zwei Piraten waren mit dem Setzen der Segel beschäftigt. Also setze Onkel Fips, gefolgt von der zittrigen und noch kleiner wirkenden Feldmaus den Weg zur Kapitänskajüte fort. Vor der Tür verharrten sie kurz und schauten sich an.

„Bist du bereit meine tapfere Seemaus?“ fragte Onkel Fips. „Nein! Bin ich nicht!“ antwortete die Feldmaus. „Alles klar. Dann können wir ja losle…! Moment! Was hast du eben gesagt? „Ich bin nicht bereit Onkel Fips!“ „Ach meine Seemaus. Das wird ein Kinderspiel. Wir öffnen jetzt gemeinsam die Tür und du wirst sehen alles wird gut. Vertrau mir meine kleine Seemaus.“ Und mit diesen Worten und dem Lächeln im Gesicht von Onkel Fips traute sich die Feldmaus nun und war bereit. Sie zählten laut bis vier und öffneten gemeinsam die Tür zur Kapitänskajüte.

Als sie die Kapitänskajüte öffneten, staunte die Feldmaus ein weiteres Mal und stand mit offenem Mund reglos da. Aber sie war glücklich und überrascht zugleich. Vor allem, weil Onkel Fips es jedes Mal auf´s Neue schaffte, die Feldmaus mit seinen Abenteuern zu fesseln, und am Ende immer eine Überraschung parat hatte.

„Nun komm schon her meine kleine Prinzessin!“ sagte ihre Mutter und winkte die Feldmaus zu ihren Tisch heran, an dem sie mit Papa zusammen saß und auf das Frühstück wartete. „Wir warten schon eine Ewigkeit auf euch zwei Piratenmäuse!“ „Aber Mama, Papa, was macht ihr hier und wo ist Pirat Black-Maus?“ sagte die Feldmaus nun mehr als verwirrt. „Ich hoffe der kommt gleich. Ich hab nämlich einen riesen Hunger und Onkel Fips schwärmt schon seit Wochen von dem Piratenfrühstück der Black-Maus hier.“ Sagte der Papa der Feldmaus und rieb sich dabei seinen Bauch.

Jetzt fiel langsam der Groschen bei der Feldmaus. „Das Piratenschiff ist das berüchtigte Schiffsrestaurant und der Koch hier heißt Black-Maus?“ erwiderte die Feldmaus etwas fragend in die lachenden Gesichter ihrer Eltern und Onkel Fips. „Ganz recht meine kleine Seemaus. Und nun haben wir uns ein Piratenfrühstück der extra Klasse verdient.“ sagte Fips.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Die kleine Feldmaus und Onkel Fips - Teil 2


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
Vielen Dank, Daniel, dass ich Deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein herrlicher lauer Sommertag, die kleine Feldmaus wachte bereits früh am Morgen auf. Die Sonne ging gerade erst auf, doch war die Feldmaus bereits putzmunter. Zu aufgeregt war sie auf das heutige Abenteuer auf hoher See mit Onkel Fips. Sogleich sprang die Feldmaus aus ihrem Bett, schlüpfte in ihre Sachen, rannte ins Bad und putzte sich die Zähne. Anschließend zog ein herrlicher Duft durch das Haus und zog auch den etwas ermüdeten Seebären Fips aus seinem Bett.

„Da bist du ja endlich!“ sagte die Feldmaus und reichte ihrem Onkel die Tasse Kaffee, „Hier trink schnell und dann müssen wir los!“

"Nur mal langsam meine kleine Feldmaus!“ entschied Onkel Fips, „Der Tag rennt uns schon nicht weg!“

„Wie soll denn der Tag rennen können? Du bist aber auch ein Scherzbold!“, entgegnete die Feldmaus daraufhin.

Kurze Zeit später kamen auch Papa und Mama Feldmaus aus ihrem Zimmer und staunten nicht schlecht, als sie ihre kleine Feldmaus bereits im Flur antrafen. „Der frühe Wurm fängt wohl den Wurm!“ sagte ihr Papa.

„Was denn für einen Wurm Papa?“, fragte die Feldmaus.

„Ach Feldmaus, das sagt man so. Eben wie – Morgenstund hat Gold im Mund –„

„Welche Stunde am Morgen hat denn Gold?“ war die Feldmaus nun komplett verwirrt.

Der Papa gab es auf, lächelte nur und winkte ab. „Habt Spaß ihr zwei!“ sagte er nur noch in Richtung der Feldmaus und Onkel Fips, die gerade zur Tür hinaus wollten, um ihr Abenteuer zu beginnen.

Auf den Weg zum Boot, am Strand entlang und dann über den Steg, dort wo das Boot angeleint war, ging Onkel Fips noch einmal die wichtigsten Fragen durch.

„Landkarte?“ fragte er.

„Dabei!“ bestätigte die Feldmaus.

„Kompass?“

„Hier!“ versicherte die Feldmaus und hielt den glänzenden Kompass in die Höhe.

„Fernglas?“

„Ach Onkel Fips, das hast du doch um deinen Hals hängen!“

„Oh wie vergesslich ich alter Seebär doch manchmal bin!“ sagte Onkel Fips lächelnd. So trugen sie nun ihre Ausrüstung ins Boot, machten die Leinen los und ruderten in Richtung Leuchtturm. Die Feldmaus navigierte mit ihrer Schatzkarte und dem Kompass und blickte hin und wieder mit dem Fernglas zum Horizont, um den Leuchtturm nicht aus den Augen zu verlieren. Während Onkel Fips mit kräftigen Zügen über das Meer ruderte, grübelte die Feldmaus über eine Frage nach: „Warum ist der Turm eigentlich rot und weiß gestreift?“, fragte sie dann.

„Durch die kräftigen Signalfarben, Rot und Weiß ist der Leuchtturm weit über das Meer hin sichtbar und dient anderen Schiffen als Orientierungspunkt.“ Onkel Fips will gerade fortfahren mit seiner Erklärung, als die kleine Feldmaus sagt: „Und weil man nachts keine Farben sehen kann, schaltet dann der Leuchtturmmann die Lampe an.“

„Haha!“ lachte Onkel Fips, „Genau mein kleiner Matrose.

Nach ein paar weiteren kräftigen Ruderzügen hatten sie die Insel endlich erreicht. Fips warf den Anker und sie gingen vorsichtig an Land.

„So meine kleine Seemaus, was sagt denn deine Schatzkarte nun?“ Wo ist unser Schatz vergraben?“ fragte Onkel Fips.

„Ich weiß es auch nicht! Vielleicht erkennst du ja mehr.“, gab die Feldmaus zurück und reichte Onkel Fips die Karte.

Onkel Fips hielt sich die Schatzkarte ans Ohr und lauschte angestrengt.

„Nix. Verflixter Klabautermann. Ich kann absolut nichts hören.“ Sagte er.

Die Feldmaus begann zu lachen. „Ach Fips, du musst doch drauf schauen. Die Karte spricht doch nicht zu dir.“

„Achso…“ sagte Fips über sich selbst lachend und breitete die Karte auf einen großen Felsen am Wegesrand aus. Gemeinsam schauten sie nun auf die Karte und entzifferten nach und nach die Zeichnungen, die sie erblickten.

„Also dort vorne ist der Leuchtturm!“, sagte die Feldmaus und deutete in die entsprechende Richtung.

„Und hier ungefähr sind wir!“ sagte Onkel Fips und malte mit seinen Finger einen Kreis auf die Karte.

„Wenn wir also hier sind und der Leuchtturm dort drüben, muss der Schatz ungefähr an dieser Stelle sein!“ stellte die Feldmaus fest und zeigte auf eine große Felswand, nahe am Strand, die Ähnlichkeit mit einem Affenkopf hatte.

„Na dann los meine kleine Seemaus. Nimm die Beine in die Hand und ab zum Affenfelsen.“, rief Fips erfreut.

„Haha, wie soll ich denn meine Beine in die Hand nehmen? Lass uns einfach beeilen und den Schatz endlich finden.“, sagte die Feldmaus.

Nachdem sie den Weg zur markierten Stelle auf der Karte erreicht hatten, standen sie vor dem großen Affenfelsen und schauten sich fragend um. „Hier ist nichts! Ich kann nichts erkennen.“ Sagte die Feldmaus leicht verbittert. Doch im selben Moment hellte sich ihr Gesicht auf, als sie eine Höhleneingang entdeckte. „Dort! Schau!“, sagte die Feldmaus, „Direkt unter dem vorstehenden Felsstück, das wie eine Nase aussieht, scheint ein Höhleneingang zu sein!“ Sofort begaben sie sich zu dem Eingang und blieben davor stehen.

„Nur Mut meine kleine Seemaus!“ drängelte Onkel Fips und gemeinsam gingen sie langsam in die Höhle hinein. Sofort erblickten sie an der Felswand eine Zeichnung eines Affen, darunter war ein Pfeil zu sehen, der zu Boden zeigte.

Voller Vorfreude rannte die Feldmaus zu der markierten Stelle und fing an zu graben. Nachdem die Feldmaus eine dünne Schicht feinen Sandes beiseite geschaufelt hatte, stieß sie auf etwas Hartes. Mit der Hilfe von Onkel Fips wurde die dort liegende Truhe schnell freigelegt und geöffnet. In der Truhe befand sich …….. (bitte liebe Eltern, ergänzt hier sinnvoll ein Geschenk, dass auch eure kleinen „Schätze“ viel Freude bereiten würde, so dass die Geschichte etwas Individuelles für sie parat hat)

Die Feldmaus konnte ihren Augen nicht trauen und jubelte. „Boah, Onkel Fips, du bist wahrlich der Beste Onkel den man sich wünschen kann. Deine Abenteuergeschenke sind immer die Besten.

„Das mache ich doch gerne für meine kleine Piratenmaus. Wenn ich dafür das Leuchten in deinen Augen sehen kann, freut es auch mich.“, antwortete Onkel Fips.

„Meine Augen können doch aber gar nicht leuchten…“, sagte die Feldmaus wieder irritiert.

„Ach meine kleine Feldmaus, als nächstes müssen wir dir dringend mal ein paar Redewendungen und Sprichwörter beibringen. Ansonsten ist bei dir Hopfen und Malz verloren.“, sagte Fips.

„Ähm Fips“, hakte die Feldmaus nach, „was hat das jetzt mit Hopfen und Malz zu tun?“

Doch eine Antwort konnte Fips nun nicht mehr geben, zu sehr musste er lachen, nahm seine Feldmaus aber in den Arm und zusammen machten sie sich auf den Rückweg. Auch ein Seemaus-Abenteuer muss irgendwann mal zu Ende gehen.

Montag, 28. Januar 2019

Die kleine Feldmaus und Onkel Fips - Teil 1


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
Vielen Dank, Daniel, dass ich Deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein herrlicher lauer Sommertag, die kleine Feldmaus saß bereits auf gepackten Koffern und wartete in ihrem Zimmer gelangweilt bis Mama und Papa endlich fertig waren.

Dann war es endlich soweit. Papa rief aus dem Flur: "So meine Hübschen. Es kann losgehen. Ab ins Auto mit euch. Wer schneller am Auto ist, darf auch vorne sitzen."

"Juhu! Ab ans Meer!" freute sich die Feldmaus. Die Besuche in den Sommerferien bei ihren Onkel Fips waren für sie immer das Beste. Denn Onkel Fips wohnte am Meer, in einem riesigen Strandhaus, mit einem langen Steg aufs Meer hinaus, wo die Boote angeseilt waren und das ließ die Feldmaus auch die lange Autofahrt überstehen. Als sie endlich ankamen, erwarte Fips die 3 bereits vor seinem Haus. "Ahoi Matrosen, da seid ihr ja endlich!" sagte Fips. Der Papa der Feldmaus antworte sogleich: "Argh, meine dicke Seemaus, wie geht´s dir?" und schloss seinen Bruder direkt in die Arme.

Fips löste sich jedoch schnell aus der Umklammerung und richtete seinen Blick zur kleinen Feldmaus. "Juchu, meine Feldmaus ist da!" rief er und lief der kleinen Feldmaus entgegen.

"Juchu, Onkel Fips!", jubelte auch die Feldmaus und warf sich der großen Seemaus in die Arme. Onkel Fips wirbelte sie einmal herum, sodass der Feldmaus ein wenig schwindelig wurde, als sie wieder sicher auf den Boden stand. Neugierig schaute sich die Feldmaus um, denn hier gab es immer viele spannende Dinge zu entdecken: klitzekleine Holzboote die in Flaschen herangewachsen zu sein schienen, lustige Fotos von ihren Papa mit Onkel Fips aus ihrer Kindheit und seltene Muscheln und Sand aus allen Ländern der Welt. Denn Onkel Fips ist weit gereist und erzählt der Feldmaus immer von spannenden Abenteuern, die er erlebt hat. Aber am Schönsten ist es, wenn die Feldmaus mit aufs Schiff darf und sie mit Kompass, Seekarte und Fernrohr kleine Inseln entdecken kann.

"Wann habe ich meine nächste Kapitänsstunde für mein Seefahrerabzeichen Onkel Fips?" fragte die Feldmaus daher sogleich. "Morgen meine Feldmaus, ihr drei seid ja noch gar nicht richtig angekommen! Wie wär´s wenn du am Strand eine kleine Burg baust. Direkt am Strandkorb wäre eine sehr gute Stelle." Und so schnappten sich ihr Papi und Onkel Fips die Koffer und Taschen und trugen diese erstmal in ihre Zimmer. Onkel Fips drehte sich dabei nochmal zur kleinen Feldmaus um, deutete mit seinen Händen eine Schaufelbewegung an und zwinkerte hierbei leicht mit seinem Auge.

Die Feldmaus und ihre Mutti gingen an den Strand. Hier fing die Feldmaus an, eine riesen große Burg zu bauen. Sie buddelte und buddelte, häufte den Sand höher und höher aufeinander. Plötzlich merkte die Feldmaus beim Schaufeln, dass sie auf Etwas gestoßen war. Sofort war die Abenteuer-Lust der Feldmaus geweckt. Sie befreite das entdeckte Stück Holz aus dem Sand und betrachtete es in ihren Händen. Es war eine Art Behältnis, eine Holzschatulle. Vorsichtig öffnete sie es und erblickte eine alte vergilbte Karte. „Boah, das ist ja eine Schatzkarte. Eine richtige Piratenschatzkarte!“ rief die Feldmaus. Sie versuchte die Karte zu lesen und orientierte sich an dem Strandhaus von Fips, dem Strandkorb und dem Meer. Doch wurde die Feldmaus nun von einem kräftigen Windstoß überrascht, der ihr ihre Mütze vom Kopf wehte. Blitzschnell musste die Feldmaus hinterher rennen, um ihre Mütze wieder einzufangen. Der Wind trug die Mütze weit über den Strand und nah ans Wasser heran. Doch letztendlich gelang es der Feldmaus, ihre Mütze noch vor dem Eintauchen ins Wasser einzufangen. Sie zog die Mütze nun tief ins Gesicht, damit sie nicht noch einmal wegwehen konnte und erblickte mit Hilfe der Schatzkarte weit weit draußen am Horizont einen kleinen Fleck. "Land in Sicht!" brüllte die Feldmaus plötzlich. "Sehr witzig meine kleine Feldmaus!" sagte ihre Mutter. "Wir sind ja auch an Land. Das ruft man doch nur, wenn man auf hoher See ist und Land entdeckt hat. Da sind deine Seefahrerkenntnisse aber etwas durcheinander geraten!" schmunzelte die Mutter weiter. "Nein Mami, dort hinten!" und die Feldmaus zeigte mit ihren Finger weit aufs Meer hinaus. "Dort hinten ist etwas, wenn ich die Karte richtig deute, sieht es wie ein Leuchtturm aus, glaube ich!"

Die Mama schaute angestrengt, konnte aber nichts entdecken. "Oh weh, ich glaube ich brauch langsam eine Brille! Aber das mit der Karte musst du unbedingt Onkel Fips erzählen."

Am Abend, als sie alle zusammen beim Abendbrot am Tisch saßen, konnte die Feldmaus nicht anders und fragte ihren Onkel nach der geheimnisvollen Insel und der gefundenen Schatzkarte: "Fips! Ich habe eine Schatzkarte gefunden und glaube wohin sie uns führen könnte.“

„Eine Schatzkarte! So so“, sagte Onkel Fips lächelnd, „ Wohin könnte sie uns denn führen?“

„Ich glaube zu einer Insel. Der Insel mit dem Leuchtturm. Dort ist der Schatz. Ganz bestimmt!“ war sich die Feldmaus sicher.

"Leuchtturm? Was für einen Leuchtturm denn meine kleine Seemaus!" antwortet Fips.

"Feldmaus! Ich bin doch eine Feldmaus und keine Seemaus!" korrigierte sie.

"Ja aber, wenn du bereits vom Meer aus Leuchttürme in weiter Ferne erkennen kannst, von denen ich als Kapitän der 7 großen Meere noch gar nichts gehört und geschweige denn gesehen habe, dann bist du mit Sicherheit eine Seemaus." sagte ihr Onkel Fips nun und führte weiter aus: "Und selbstverständlich schauen wir uns diese mysteriöse sagenumworbene Insel des Leuchtturms gleich morgen in aller Früh an."

Und wieder freute sich die Feldmaus und wusste bereits, dass auch dieses Jahr der Besuch bei Onkel Fips ihren Freunden daheim unbedingt berichtet werden musste.

"Aber damit du morgen auch das Abenteuer aller Abenteuer überstehst", sagten nun ihre Eltern, "musst du nun ordentlich essen und dann schnell ins Bett."

"Ja höre auf deine Eltern meine Seemaus. Ein leerer Magen und müder Kopf sind nichts für Seemäuse wie uns. Argh!" sagte nun auch Onkel Fips.

Freitag, 25. Januar 2019

Die kleine Feldmaus feiert Geburtstag


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat.
Vielen Dank, Markus, dass ich Deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Markus' Geschichte!
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Es war Mitte Juli. Genauer gesagt: es war der 18. Juli.
Heute war für die Feldmaus ein ganz besonderer Tag. Sie hatte nämlich Geburtstag. Sie war gestern Abend schon so aufgeregt, dass sie kaum schlafen konnte.

Am Abend zuvor kam sie mehrmals aus ihrem kuscheligen Bett gekrochen und hat dabei ihre Mama erschreckt. "Meine kleine Feldmaus," sagte ihre Mutti, "ich weiß ja, dass du morgen Geburtstag hast. Aber wenn du jetzt nicht ins Bett gehst, dann bist du morgen nicht ausgeschlafen und dann kann deine Überraschung auch nicht stattfinden." Oh je, da hatte ihre Mama aber etwas gesagt. Es kribbelte der kleinen Feldmaus am ganzen Körper - vor Aufregung! Aber sie war ja lieb, und deshalb ging sie auch wieder ins Bettchen. Da sie aber immer noch nicht schlafen konnte, nahm sie sich ein Buch und las noch ein wenig. Irgendwann schlief sie dann ein und träumte etwas ganz besonderes.

Der neue Tag war da. Noch bevor die kleine Feldmaus die Augen richtig aufgemacht hatte, war schon der Geburtstagsgesang der Freunde zu hören. Sie sangen gemeinsam 'Happy Birthday'. Die kleine Feldmaus war so froh darüber, dass ihre Freunde schon da waren, dass sie sich ganz schnell im Bad beeilte. Währenddessen hatten die Freunde gemeinsam mit der Mama den Tisch gedeckt. Kerzen, Blumen, Croissant, süsser Aufstrich und natürlich auch Käse. Leckerer Kakao wurde gemacht. Es war so ein herrliches Frühstück, dass die kleine Feldmaus sich wünschte, sie könne die Zeit anhalten. Nach dem Frühstück war nicht die kleine Feldmaus gespannt, sondern ihre Mutti. "Komm mal bitte mit, mein kleiner Schatz", sagte sie und musste fast weinen. Die kleine Feldmaus sah ein großes Geschenk.

"Ist es das, was ich denke?" fragte sie und war selber fast am weinen."Wer weiß, wer weiß" meinte ihre Mutti. Die kleine Feldmaus konnte sich nicht mehr halten und riß die Verpackung auf. Zum Vorschein kam ein blaues, ferngesteuertes Auto. "Wie cool ist das denn?", freute sie sich. "Das ist genau das Auto, was ich mir immer gewünscht hatte." Genau das dachte sich ihre Mutti auch und war ganz stolz. "Ich habe noch etwas für dich mein Kind." "Was meinst du?" fragte die kleine Feldmaus. Die Mama ging zum Wohnzimmerschrank und holte noch einen geschmückten Briefumschlag hervor. "Hier mein Geburtstagskind, mach den mal bitte auf." sagte ihre Mutti.

Die kleine Feldmaus machte den Umschlag auf und hervor kamen 4 Gutscheine für einen Kinobesuch. "Sind die auch für mich?" fragte sie ganz erfreut. "Ja mein Kind. Die sind für dich und deine Freunde. Ich habe mir gedacht, dass die Kinogutscheine echt was Tolles sind." sagte ihre Mutti. Die Freunde gaben der kleinen Feldmaus ihre Geschenke. Darunter war ein Gutschein für die Eisdiele am Marktplatz. Das war das Geschenk vom kleinen Frosch. Das kleine Schweinchen gab der Feldmaus eine Sammlung von den Rennflitzern, die sie sich zusammen mal angeschaut hatten. Der Frosch war da ganz anders. Er gab ihr einfach einen Brief. In dem Brief stand geschrieben:

Liebe Feldmaus,
ich habe keine Geschenke für dich. Nur diesen Brief.
Ich möchte mich einfach nur bedanken. Für all das, was du immer gemacht hast. Deine Ideen und deine Einfälle sind einfach unbeschreiblich cool. Ich habe einfach die beste Freundin der Welt. Du bist meine Freundin und ich bin dein Freund. Das ist mein Geschenk für dich. Ich will immer dein Freund sein und auch für Igel und Schweinchen. Ich bin so dankbar dafür. Aber ich denke, ein Brief ist genauso viel Wert.
In wahrer Freundschaft,
Dein kleiner Frosch

"Das ist total lieb von dir mein kleiner Frosch." sagte die Feldmaus und musste schon weinen. Aber natürlich vor Freude. "Mama" sagte die Feldmaus "ich muss mal an den Computer." Sie durfte. Sie ging an den Rechner und schaute im Internet nach, welche Filme gerade liefen. Es lief sogar genau der Film, in den die Freunde zusammen rein gehen wollten. Die Filmvorstellung war aber erst am Abend. Doch das machte nichts. Die Mama der kleinen Feldmaus hat mit den Freunden zusammen den Garten schön geschmückt und dort sollten sie nun feiern gehen. Die Musik wurde aufgedreht. Es liefen die Summerfreshis. Alle tanzten und waren happy.

Ab 15 uhr sollte es dann Kuchen geben. Das Schweinchen war hin und weg von der Torte und dem Kuchen. Die Mama hatte eine Torte mit Erdbeergeschmack bestellt. Was die Kinder aber nichts wussten war, auf der Torte war ein Bild von den Freunden aus Zuckerguss. Und es gab den leckersten Käsekuchen in ganz Feldhausen. Das war der beste Nachmittag, den die Feldmaus je erlebt hatte. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet.

Am Abend war es dann endlich soweit. Die Freunde sind mit dem Bus nach Waldhausen gefahren, um dort ins Kino zu gehen. Und ja, es war auch genau der Film im Programm, den die Feldmaus am Morgen im Internet gefunden hatte. Sie kaufte für alle Popcorn und Cola. Dann gingen sie zusammen in den Saal. Der Film sollte bald starten.

Einige Zeit später war die Feldmaus wieder zuhause. "Mama, der Film war echt toll. Und erst der ganze Tag war einfach der beste, den ich je erlebt habe. Ich danke dir und ich bin echt verdammt stolz, eine solche Mama wie dich zu haben. Ich hab dich nicht nur lieb, sondern ich liebe dich als meine Mutter." sagte die kleine Feldmaus und grinste bis über beide Ohren. "Danke mein Schatz. Ich hatte auch sehr viel Spaß, dir deinen Geburtstag schön zu machen. Es war wirklich ein toller Tag." sagte ihre Mutti.

Zum Abendessen gab es natürlich wieder selbstgemachte Leberknödelsuppe.

Sonntag, 20. Januar 2019

Die kleine Feldmaus im Spaßbad - Teil III - Der Wildwasserkanal


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Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat: Daniel Fabis.
Vielen Dank, Daniel, dass ich deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war noch immer ein herrlicher heißer Sommertag. Die Feldmaus und ihre Freunde sind auf den Weg zum Restaurant.

„Nun kommt schon ihr drei!“ drängelte das Schweinchen bereits, das sich vor lauter Hunger bereits den Bauch hielt, um das laute Magenknurren zu verdecken.
„Hast du denn schon wieder Hunger?“ fragte die Feldmaus. „Hast du nicht bereits auf den Weg hierher meine Pausenbrote verdrückt?“

„Ja schon, aber die waren ja auch sehr klein. Deine Mama hat ja sogar den Rand vom Brot abgeschnitten. Da war ja gar nicht mehr viel dran an deinen Leberwurstbroten.“

Der Frosch mischte sich in das Gespräch ein und verkündete, dass es nicht erlaubt sei mit Badesachen das Restaurant zu betreten. „Schaut hier! Auf dem Schild dort steht es. Keine nassen Badesachen!“
„Och nee. Ich warte jetzt doch nicht, bis meine Badehose trocken ist und extra umziehen will ich mich jetzt auch nicht!“ nörgelte das Schweinchen.
„Naja, wir könnten ja auch direkt weiter baden und das Essen anschließend nachholen oder eben ausfallen lassen!“ schlug der Igel vor.

Das Schweinchen blickte entsetzt. „Hast du ne Macke? Ich muss jetzt essen!“ Und schon eilte das Schweinchen durch die Tür zum Restaurant, als der altbekannte, schrille und laute Pfiff des Bademeisters ertönte.

Die Freunde blieben sofort stehen und waren bereits für die nächste Standpauke bereit. Nur das Schweinchen hatte scheinbar das Verlangen nach Essen über die Badeordnung des Spaßbades gestellt und ignorierte den Pfiff. Das Schweinchen hatte einfach zu großen Hunger und hatte keine Zeit sich nun vom Bademeister belehren zu lassen. Doch nur zu dumm, dass der Bademeister selbst gerade aus dem Restaurant kam und das Schweinchen ihm direkt in die Arme lief.

„Aha! Wen haben wir denn da?“ fragte der Bademeister. „Wenn das nicht meine Problemmacher hier im Spaßbad sind.“

Mehr als ein „OH Mist“ brachte das Schweinchen nicht heraus.

„Könnt ihr denn wenigstens lesen? Denn Zuhören scheint ja nicht gerade eure Stärke zu sein! Dort neben der Tür“, der Bademeister zeigte auf ein Schild mit der Badeordnung und einem Bild, „steht alles geschrieben. Aber weil ich ein netter Bademeister bin, erkläre ich es euch noch ein aller letztes Mal.“
Und so kamen die Freunde mit der wirklich aller letzten Ermahnung davon.

„Dann lasst uns gleich in den Wildwasserkanal!“ sagte die Feldmaus. Ein Kopfnicken vom Igel und ein Kopfnicken vom Frosch gab es zur Antwort. Nur das Schweinchen konnte sich mit dem Gedanken, das Essen ausfallen lassen zu müssen, nicht ganz so schnell anfreunden.

Am Wildwasserkanal angekommen, staunten die 4 Freunde nicht schlecht. Der Wildwasserkanal war wahrhaftig wild.
„Wow! Ist das cool. Schaut mal wie lang der Kanal ist!“ freute sich der Frosch.
„Lang ist ja jetzt nicht soooo das Problem!“ sagte der Igel.
„Na gut, das Wasser ist auch ziemlich schnell.“ Fügte der Frosch hinzu.
„Nein das ist es auch nicht, es ist einfach nur verdammt steil man!“ brüllte der Igel. „Das ist ja Wahnsinn, da einfach so hinein zu springen. Da bekomme ich ja lauter blaue Flecken, weil ich da überall gegen die Wände stoße.“
„Du brichst dir eher deine Stacheln!“ scherzte die Feldmaus, „Aber keine Sorge mein Freund, wir sitzen in diesen Ringen dort!“ Die Feldmaus zeigte auf einen Stapel voller Ringe, die so groß waren, so dass man bequem in den einzelnen Ringen sitzen konnte.
„In dem Ring passiert dir nix, es sei denn du machst ihn mit deinen Stacheln kaputt!“ scherzte nun auch der Frosch.

Die Freunde gingen hinüber zum Ringstapel und schnappten sich jeder einen der farbigen Ringe.

„Wollen wir hier auch ein Wettrennen machen?“ fragte die Feldmaus.
Aber die Freunde waren sich diesmal schnell einig, dass es besser sei, den Wildwasserkanal erst einmal ausprobieren zu wollen, bevor sie gleich einen Wettkampf daraus machten, um heraus zu finden, wer am schnellsten unten ankommt.
Und so jagten die Freunde ein ums andere Mal den Wildwasserkanal herunter, bekamen einen Drehwurm, wenn sie sich in dem Strudel verfingen und hatten mega viel Spaß beim wilden Ritt durch den Kanal.

Als die Freunde beschlossen hatten, den Tag im Spaßbad mit einer letzten Tour ausklingen lassen zu wollen, geschah es!!!

Es war zunächst nur ein leisen Zischen, dass die Freunde und insbesondere der Igel gar nicht mitbekamen. Und als sie es merkten, war es bereits zu spät.

„Ähm Igel!?“ sagte die Feldmaus.
„Ähm Feldmaus!?“ sagte der Igel
„Nun äff mich nicht nach. Kann es sein, dass dein Ring Luft verliert?“
„Warum sollte mein Ring Luft verlieren, meine Stacheln sind… oh NEIN! Oh Nein! Oh Nein!“ rief der Igel panisch.
„Ist doch kein Problem, dann komm wieder von der Startrampe runter und hole dir ein neuen Ring!“ sagte die Feldmaus.

Der Frosch und das Schweinchen hatten jedoch nichts mitbekommen und so drängelten sie von hinten und schoben die Feldmaus und den Igel bereits in die wilden Fluten des Kanals. „Viel Spaß euch zwei!“ sagte der Frosch und winkte dem Igel und der Feldmaus hinterher.

„Mein Luft verliert Ring! Mein Luft verliert Ring!“ rief der Igel nur noch. Der Frosch und das Schweinchen schauten sich nur an wie zwei Autos und verstanden nur Bahnhof.

„Hat der gerade…?“
„Jupp, hat er!“ bestätigte der Frosch den unvollendeten Satz vom Schweinchen. „Sein Luft verliert Ring brüllt er!“
„Meinst du, er meinte vielleicht…!“

Und jetzt dämmerte es den beiden.

Das Schweinchen wusste sofort was zu tun ist. Es rannte und rannte und rannte und da war es endlich!
Der laute, schrille Pfiff des Bademeisters!

„Jetzt reicht es mir aber mit dir….!“ Setzte der Bademeister an. Doch das Schweinchen ließ ihn gar nicht erst ausreden und erzählte ihm vom kaputten Ring des Igels im Wildwasserkanal.
Der Bademeister setzte sich sofort in Bewegung und mit geübten Handgriffen stellte er den Strudel und den Wasserlauf im Kanal ab, warf einen neuen Ring hinein, kletterte selbst ins Wasser und setzte den Igel in den neuen Ring, so dass dieser behutsam das Auffangbecken erreichen konnte.

„Schweinchen!“ setzte der Bademeister an „da hast du gut reagiert und dein Freund kann stolz sein, so einen Kumpel wie dich zu haben. Und überhaupt seid ihr vier schon eine außergewöhnliche Bande. Ich hoffe ihr hattet einen schönen Tag im Spaßbad.“
„Jaaaaa!“ bestätigten die Freunde gemeinsam.

Und so verabschieden sie sich vom Bademeister, gingen sich umziehen und machten sich auf den Weg nach Hause.

„Das war ein geiler Tag, Feldmaus!“ sagte der Frosch. Und auch der Igel fand die Idee vom Spaßbad super. „Das müssen wir unbedingt wiederholen Freunde!“
Nur das Schweinchen schien unzufrieden!
„Und du Schweinchen? Hat es dir denn nicht gefallen?“ fragte die Feldmaus.
„Doch, aber ich hab HUNGER!“ antwortete das Schweinchen und ließ die Freunde den restlichen Heimweg über Lachen.

Donnerstag, 17. Januar 2019

Die kleine Feldmaus im Spaßbad - Teil II - Das Wellenbecken


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat: Daniel Fabis.
Vielen Dank, Daniel, dass ich deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein traumhafter heißer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde sind noch immer im Spaßbad unterwegs.

„Juhu!!!!!“ jubelte das Schweinchen als Erstes und rannte bereits in Richtung Wellenbecken, noch bevor die Feldmaus, der Frosch und der Igel das Schweinchen ausbremsen konnten ertönte bereits der schrille und viel zu laute Ton der Trillerpfeife vom Bademeister.

ERWISCHT, dachten sich die Freunde und erst recht das Schweinchen, das hochrot anlief im Gesicht und wusste was jetzt kommen würde.

„Hab ich es euch denn nicht vorhin erklärt? Hmmm…“ fragte der Bademeister nun das Schweinchen, dass sich klein zu machen versuchte. Wohl in der Hoffnung der Bademeister könne es dann nicht mehr sehen. Doch das war totaler Quatsch. Der Bademeister fragte nun noch einmal und dringender „Hey Du! Du brauchst dich nicht kleiner machen als du eh schon bist. Ich rede mit dir! Hast du vergessen, dass ich euch vorhin ermahnte, was das Rennen im Schwimmbad anbetrifft?“

„Spaßbad!“ korrigierte ihn der Igel.

„Was?“ brüllte nun der Bademeister, der das Ganze scheinbar überhaupt nicht lustig zu finden schien.

„Naja, sie sagten Schwimmbad. Aber das hier ist ein Spaßbad!“ antwortete der Igel nun. Noch bevor die Situation zu entgleiten drohte, sprang wieder einmal die Feldmaus zur Hilfe und setzte ihre Rehaugen auf und versicherte mit diesem unwiderstehlichen Blick, dass es den Freunden Leid täte und das Schweinchen nur so aufgeregt war, wegen den Wellenbecken. Der Bademeister ließ es bei einer weiteren Ermahnung bleiben und zeigte in Richtung Wellenbecken. „In 2 Minuten geht das Wellenbad los. Habt Spaß ihr 4 im SPAßBAD!“ sagte er und schaute den Igel dabei böse an.

„Oh man Leute, den sollten wir heute besser nicht mehr verärgern!“, sagte der Frosch. „Ein Glück haben wir unsere Feldmaus dabei. Diesem Blick kann man auch gar nichts abschlagen.“

Langsam gehend bahnten die Freunde sich ihren Weg durch das Spaßbad und trafen pünktlich zum Start der ersten Wellen am Wellenbecken ein. Sofort sprangen sie ins Wasser und ließen sich von den immer höher und höher auftürmenden Wellen von den Beinen holen. Ein ums andere Mal landeten die Freunde kopfüber im Wasser.

„Hey, ich habe eine Idee!“, rief die Feldmaus. „Wir spielen „Wellenbrecher“!

„Und was soll das sein?“ fragte der Frosch.

„Na ganz einfach. Jeder von uns muss versuchen so viele Wellen wie möglich zu überspringen, zu überlaufen, oder eben zu durchbrechen. Wer die meisten Wellen geschafft hat, ohne umgeworfen zu werden, hat gewonnen. Verstanden Jungs?“

Die Freunde nickten und schon knobelten sie aus, wer als erstes an der Reihe wäre. Das Spiel 'Schere, Stein, Papier' sollte entscheiden, wer anfangen sollte. Nachdem die Reihenfolge feststand, das Schweinchen müsse anfangen, ging es los.

Das Schweinchen rannte ins Wasser, überlief das erste Wellchen, so klein war diese, und scheiterte bereits an der zweiten Welle und wurde von den Beinen geholt. „Das war nicht die Welle, die mich umwarf!“ verkündete das Schweinchen. „Ich bin ausgerutscht!“

„Na klar bist du ausgerutscht! Die Welle bringt dich dazu, dass du mit deinen Beinen wegrutschst!“ sagten die Freunde und halfen dabei dem Schweinchen wieder auf. „Schau mal zu, wie man das richtig macht, du Stolpergazelle!“ sagte der Frosch und schickte sich an, die Wellen zu meistern.

Die erste Welle – kein Problem.

Die zweite Welle – ein kleines Problem.

Die dritte Welle – ein großes Problem!

Stolpernd kam der Frosch nach der dritten Welle gerade noch rechtzeitig auf die Beine und sah nur noch wie eine riesen Wand aus Wasser sich vor ihm auftürmte und... PATSCH! ...den Frosch von den Beinen holte.

„Wow! Das war spitze Frosch! Voll ins Gesicht!“ sagte der Igel belustigt. „Schau lieber du zu, wie man das richtig macht!“

Der Igel setzte zum Start an, meisterte die erste Welle locker, die zweite Welle leicht, die dritte Welle ohne Probleme, die vierte Welle locker leicht, doch die fünfte Welle spülte ihn wieder zum Start zurück. Hier blickten die Feldmaus, das Schweinchen und der Frosch von oben auf den Igel herab und lachten über die wahnsinnig lustige Wellenritt-Einlage. „Nicht schlecht mein stachliger kleiner Surf-Junge!“ sagte die Feldmaus nun, „aber passt mal alle genau auf, wie man Wellen wahrhaftig meistert.“

Die Feldmaus nahm elegant die erste Welle, sprang über die zweite und dritte herüber. Bei der vierten war es schon etwas enger, aber auch diese schaffte die Feldmaus. Bei den folgenden entschied sich die Feldmaus, diese Wellen nicht mehr zu überspringen oder rüberzulaufen, denn sie waren bereits viel zu hoch. Also machte die Feldmaus sich so klein wie möglich damit die Wellen sie nicht umhauen konnten. Und so schaffte die Feldmaus noch 4 weitere Wellen, bis die neunte Welle sie endgültig von den Beinen riss. Den Daumen aus dem Wasser in die Höhe gestreckt tauchte die Feldmaus wieder auf. „Ich bin der Wellenbrecher!“ brüllte sie dabei und ihre Freunde wollten für´s nächste Mal eine Revanche.

„Sehr gerne meine Freunde, aber ich glaube wir sollten erstmal kurz Pause machen, was essen gehen und dann den Wildwasserkanal erobern.“

Dienstag, 15. Januar 2019

Die kleine Feldmaus im Spaßbad - Teil I - Der Rutschwettkampf


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Hinweis:
Diese neue Feldmaus-Geschichte ist nicht von mir, sondern von einem großen Fan, der diese Geschichte angelehnt an meine Geschichten geschrieben hat: Daniel Fabis.
Vielen Dank, Daniel, dass ich deine großartige Geschichte auf meinem Kleine-Feldmaus-Blog veröffentlichen darf.
Und nun, liebe Feldmaus-Fans, viel Spaß mit Daniels Geschichte!
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Es war ein traumhafter heißer Sommertag. Die kleine Feldmaus und ihre Freunde spielten den ganzen Tag auf dem Feld beim Teich, spielten Fangen, Verstecken, spielten Fußball und rannten um die Wette.

Doch es war heute viel zu warm, um noch länger auf dem Feld zu bleiben. „Lasst uns heute doch mal am Teich spielen!“, schlug der Igel vor. „Tommy, der Biber ist sicher auch bereits da!“

„Och nöööö!“ nörgelte das Schweinchen. „Wasser und diese Hitze ist ja eine gute Idee mein spitzer Krabbel-Freund, aber da rennen heute sicher alle hin.“

„Das Schweinchen hat Recht!“ stimmte der Frosch ein. „Das ist dort viel zu voll. Da hab ich ja mehr Platz, wenn ich mit meinem Papa zusammen in die Badewanne gehe!“

Die drei Freunde schauten nun alle interessiert zur Feldmaus, die sich bislang noch nicht dazu geäußert hatte. „Hey du Prinzessin! Was sagst du denn dazu? Worauf hat denn unsere Hoheit heute Lust?“ scherzte der Frosch und machte dabei eine Verbeugung.

Die Feldmaus grinste verlegen, schüttelte jedoch schnell wieder den Kopf. „Doch!!! Ich hab´s….!“

„Ja…, was Feldmaus? Was hast du?“ fragte das Schweinchen.

„Ich hab´s vergessen!“

„Vergessen?“ echote es durch die Münder der 3 Freunde. „Was hast du vergessen?“

„Ach, wenn ich das nur wüsste, hätte ich es ja nicht vergessen ihr Schlauberger!“ sagte die Feldmaus. „Lasst mich mal kurz nachdenken. Ich hatte eine Idee von Wasser, Spaß, Wellen, Rutschen und dann war sie weg. Einfach weg meine Idee!“

„Naja, viel Spielraum bleibt da ja nicht offen Feldmaus.“ Sagte das Schweinchen und steckte sich dann ein Stück Brötchen in den Mund und fügte hinzu “Mointest du Spooßbod?“

„Nein! Spaßbad! Korrigierte ihn die Feldmaus.

Jubelnd und voller Vorfreunde schwangen die Freunde sich auf ihre Fahrräder, schnallten sich die Rucksäcke auf und radelten in Richtung Feldhausen. Das erst kürzlich neu eröffnete Spaßbad lag direkt in der Innenstadt, neben dem gemütlichen Café in der Fußgängerzone, wo es den leckersten Kakao der Stadt gab. Die Feldmaus musste auch kurz überlegen, ob sie nicht kurz anhalten sollten, um einen Kakao zu trinken. Aber die Freunde drängelten zu sehr in Richtung Spaßbad.

Am Spaßbad angekommen flitzten die 4 schnell in die Umkleidekabinen und zogen ihre Badesachen an. Die Feldmaus war zuerst umgezogen und wartete demonstrativ am Pool auf die anderen und zählte dabei laut „21, 22, 23, 24…“. Dann stolperten der Frosch, der Igel und zuletzt das Schweinchen ins Spaßbad herein. „Man seit ihr lahme Enten!“ sagte die Feldmaus und schlug vor, gleich die Turborutschen auszuprobieren. Bei dieser Idee wartete die Feldmaus eine Antwort der Freunde gar nicht erst ab und rannte bereits in die Richtung.

Plötzlich hörten sie einen lauten Pfiff!

Vor ihnen stand der Bademeister. „Wisst ihr, wer ich bin?, fragte er.

„Die Oberpfeife…?“ nuschelte der Frosch leise vor sich her und die Freunde mussten sich ein Lachen verkneifen.

„Wie war das mein kleiner grüner Freund?“ fragte der Bademeister nun etwas mahnender.

Die Feldmaus entschärfte das Ganze etwas und antwortete: „Sie sind hier der Aufpasser, der Chef, der Lebensretter und der wichtigste Mann hier.“ Und mit einem Hundeblick fügte sie hinzu: “Und ja, Rennen ist hier sicher auch nicht erlaubt. Tut uns Leid!“

Das schien dem Bademeister zu genügen. Er wünschte den Freunden viel Spaß und versicherte ein Auge auf die Freunde zu haben.

Bei den Turborutschen handelte es sich um 4 ultra steile nebeneinander liegende Rutschen. Und jede Rutsche hatte seine eigene Farbe. Blau. Rot. Gelb. Grün.

„Die Grüne nimmst ja dann wohl du!“ sagte der Igel zum Frosch und deutete auf die entsprechende Rutsche ganz außen. „Mir ist es egal, welche Rutsche ich nehme. Nur nicht blau, grün oder rot!“ sagte das Schweinchen. Nachdem die Farbauswahl der Rutschen irgendwann geklärt war, konnte der Badespaß nun endlich beginnen.

Der Rutschwettkampf war eröffnet. Nach den ersten Rutschversuchen, war es nun die Feldmaus, die nicht zu schlagen war. Jedes Mal flog sie als erste ins große Auffangbecken und wartete bis die Freunde endlich unten ankamen. Auch ein Wechseln der Rutschen brachte nichts. Die Feldmaus war auch auf jeder anderen Rutsche am Schnellsten. „Wie machst du das nur?“ wollten die Freunde dann natürlich wissen.

Doch dieses Geheimnis behielt die Feldmaus dann doch für sich.

„Beim nächsten Mal meine Lieben verrate ich es euch!“ grinste die Feldmaus und deutete dabei aufs Wellenbecken.